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Zusammenfassung Vorläufe über 4*100 m mit der Schweiz
Aus Sport-Clip vom 23.07.2022.
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4x100-Meter-Staffel Schweizerinnen zittern sich ohne Kambundji in den Final

Die Schweizer Sprint-Staffel läuft in ihrem Vorlauf nur auf Rang 5, stösst aber dank der Zeit als 8. Team in den Final vor.

Das wäre beinahe ins Auge gegangen: Die ohne die geschonte Teamleaderin Mujinga Kambundji angetretene Schweizer 4x100-m-Staffel hat es an der WM in Eugene gerade noch ins Finalfeld geschafft. Das Quartett, bestehend aus Géraldine Frey, Sarah Atcho, Salomé Kora und Ajla Del Ponte, lief in seinem Vorlauf auf den 5. Rang und verpasste damit die direkte Final-Qualifikation.

Dank der Zeit von 42,73 Sekunden, 6 Zehntel über der Meldezeit, zogen die Schweizerinnen als 2. «Lucky-Loser»-Team in den Final ein, der in der Nacht auf Sonntag stattfindet (live SRF zwei). Die Reserve auf die Chinesinnen aus dem 1. Vorlauf betrug zwei Zehntel.

Del Ponte auf dem Schlussabschnitt geschlagen

Nach einem guten Start von Frey wurden die Schweizerinnen zunehmend von der Konkurrenz bedrängt, Del Ponte musste sich auf der Zielgeraden in einem Dreikampf um Platz 3 von der starken Nigerianerin Nuzbechi Nwokocha und der Italienerin Vittoria Fontana bezwingen lassen. Vorne liefen die USA und Spanien souverän auf die Plätze 1 und 2.

Wechsel-Risiken minimiert

«Wir müssen im Final definitiv einen drauflegen», gab Kora zu. Man habe sich mit einem grossen «Q» (direktes Weiterkommen über einen Top-3-Platz in der Serie) qualifizieren wollen, um eine bessere Bahn zu erhalten, aber «wir nehmen den Final auch so». Coach Adrian Rothenbühler zeigte sich erstaunt, dass die Wechsel «eher ängstlich» gewesen seien. «Nach dem guten Einlaufen war ich voller Zuversicht. Das ist jetzt ein Schuss vor den Bug.»

«Wir wollten einfach nicht zu viel riskieren», sagte Del Ponte. Im Final müsse man mit Selbstvertrauen antreten und «Gas geben».

USA mit Jahres-Bestleistung

Die besten Halbfinal-Zeiten erreichten die Staffeln der USA (41,56 – Jahres-Weltbestleistung), Grossbritanniens (41,99) und Jamaikas (42,37). Wie die Schweiz dürften auch diese Länder ihre Final-Formationen nochmals ändern.

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So lief die Konkurrenz im 1. Vorlauf
Aus Sport-Clip vom 23.07.2022.
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SRF zwei, sportlive, 23.7.2022, 02:00 Uhr;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Leumann  (Sno12opy)
    Man sollte Del Ponte rausnehmen und mit Kuoni ersetzen, für Kambundji müsste den Atcho, Kora oder Frey Platz machen. Frey war sehr gut, die andern zwei glänzten nicht. Mehr als verlieren kann das Team ja nicht, darum sollte man alles versuchen. Zur Medaille reicht es wohl nicht, Platz 4 oder 5 möglich. Ich drücke dem Team die Daumen und würde mich freuen bei einem iSchweizerrekord. Die Medaille gibt es dann hoffentlich an der. Mein Team Frey,Atcho, Kuoni und Kambundji.
  • Kommentar von Peter Mueller  (Elbrus)
    Die CH Staffel hat bis 2016 nie eine Zeit erreicht wie diese 42.73. Es war mutig von Trainer Rothenbühler Atcho auf der längsten Teilstrecke zu bringen die klar langsamste Läuferin.
    4x100 m bedeutet nicht jedesmal 100 m. Die Teilstrecke 2 optimal sind 120 m während es in Kurve eher 85 m sind. Kouni wird noch 1 Jahr warten müssen um in die Staffel eingebaut zu werden. Da ist Timing, Nervenstärke zentral, es soll es uns nicht gehen wie der Deutschen Herrenstaffel die knappe 8/10 langsamer liefen
  • Kommentar von Thomas Spielmann  (spielmann-psy)
    Frau Meili, hier wird nicht mal im Ansatz die Kompetenz des Trainers in Frage gestellt! Das ist nicht Fussball, sondern LA. Aber wieso wird nicht kurz und bündig kommuniziert, Frau Kouni sei erkrankt, verletzt, werde für den Final vorbereitet, oder was auch immer…
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Weil das eventuell noch nicht klar ist: füge hier noch einmal meine Anmerkungzu Ihnen weiter unten an: @Spielmann: danke für die Recherche: wenn Sie Herr Rothenbühler wären, wie würden Sie vorgehen? mit wem Gespräche führen, wie zusammensetzen? Wenn ich die Interviews richtig interpretiere, wollten alle unbedingt einen Wechselfehler vermeiden?
      Ich freue mich jedenfalls auf/über den Auftritt und hoffe, die vier Frauen haben hinterher ein gutes Gefühl: alles gegeben, was jetzt drin war/ist.