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Abschied nach 10 Jahren Anti-Doping-Chef Kamber macht Platz für einen «König»

An der Jahres-Konferenz von Antidoping Schweiz erfolgte die Stab-Übergabe von Direktor Matthias Kamber zu Ernst König.

Legende: Video Stabsübergabe bei Antidoping Schweiz abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus sportaktuell vom 28.03.2018.

Nach fünf Jahren in den roten Zahlen resultierte für Antidoping Schweiz 2017 erstmals wieder ein Ertragsüberschuss.

«In einem schwierigen Umfeld haben wir alle Ziele und eine ausgeglichene Rechnung erreicht», durfte Kamber in Bern als eine seiner letzten Amtshandlungen vermelden.

Legende: Video Kamber zu seinem Abschied abspielen. Laufzeit 2:25 Minuten.
Vom 28.03.2018.

Allerdings sei der Ertragsüberschuss von rund 80'000 Franken nicht als Trendwende zu werten, so der abtretende Direktor, sondern das positive Ergebnis wurde «vor allem durch den Verzicht auf Investitionen erzielt, mit entsprechend geringeren Abschreibungskosten».

Künftig ein König an der Spitze

Am Ende von Kambers Ausführungen über das abgelaufene Betriebsjahr wurde er von Präsidentin Corinne Schmidhauser verabschiedet. «Matthias gab uns ein Gesicht. Seine grosse Kompetenz und seine Hartnäckigkeit haben uns wesentlich geprägt. Unsere Organisation ist ihm sehr dankbar», so die Bernerin. Kamber war 2008 zum ersten Direktor von Antidoping Schweiz gewählt worden.

Kambers Nachfolger heisst Ernst König. Der 39-jährige Berner nahm bereits seit Anfang März Einblick in die Organisation: «Die letzten 3-4 Wochen waren ein ideales Einführungsprogramm für mich. Ich erhielt einen ersten guten Überblick über diese funktionierende Organisation.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittags-Bulletin, 28.03.2018, 17:00 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Nager (Marc Nager)
    Lieber Herr Graf, ich entnehme fast täglich Menschen Blut- und Urinproben (im medizinischen Bereich) und sehe, wie oft Resultate mit falschen Ergebnissen aus dem Labor zurückkommen. Das passiert bei rund 10% aller Proben, weil die Drogentests viel zu aggressiv eingestellt sind. Dasselbe ist bei sportlichen Dopingkontrollen sehr oft der Fall, denn sie übernehmen ja die selben medizinischen Tests. Sie sehen also, ich weiß sehr wohl wovon ich spreche. Bei Ihnen habe ich da so meine Zweifel.
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr N., ein falsches Resultat (oder eine falsche Auswertung) ist doch nicht dasselbe wie eine nicht reguläre Probenerhebung. Als absoluter Fachmann kennen Sie doch den Unterschied zwischen dem Abnehmen einer Probe, welche Sie ja sicher fehlerfrei durchführen, und deren Auswertung, wo es laut Ihrer Schilderung zu rund 10% Fehlern kommt. Also bringen Sie bitte meine Kommentare zur Erhebung von Dopingproben nicht in Verbindung mit Analyseresultaten, von den ich nichts geschrieben hatte.
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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Schade dass es sowas überhaupt geben muss
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  • Kommentar von Ulrich Gurtner (Ueli Gurtner)
    Danke Herr Graf! Weitere Faelle in Guatemala wurden veschleiert.Junge unschuldige Menschen werden ruiniert.Im Laboratorium in Kanada untersuchen sie ungueltige Proben, um Geld zu verdienen.Ohne Geldquelle schuldig fuers ganze Leben auch im privaten!Die WADA codes verstehen nicht einmal die Funktionaere. Null Transparenz, stattdessen zermuerbt dich das administrative System. Keine Unabhaengigkeit, nur Seilschaften, darum so wenige Positive. Null Zweifel an Herrn Kamber, auch ein unbequemer Kerl!
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