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Protest unter Strafe gestellt NFL verbietet den «Kniefall»

Während der US-Nationalhymne müssen die NFL-Profis zukünftig wieder aufrecht stehen oder in der Kabine bleiben.

NFL-Profis knien während dem Abspielen der Hymne nieder
Legende: Will man nicht mehr sehen NFL-Profis, die während der Hymne niederknien. Imago

Was die National Football League (NFL) eine «ausgewogene Regelung» nannte, war für Mike Pence ein politischer Triumph. «Ein Sieg für Amerika. Danke, NFL!», twitterte der US-Vizepräsident eine schnelle Jubelnachricht, die von Präsident Donald Trump umgehend geteilt wurde.

Nachvollziehbare Begeisterung bei den beiden Republikanern, denn die «Kniefälle» von mittlerweile fast 200 Footballprofis während der Nationalhymne vor NFL-Spielen aus Protest gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt, werden mit Beginn der neuen Saison im August unter Strafe gestellt.

Nur noch unsichtbar

Wer so seiner persönlichen Meinung Ausdruck verleihen möchte, darf dies zukünftig nur noch in der Umkleidekabine tun - unsichtbar und unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Besitzer der 32 Ligateams wollen wieder einheitlich patriotische TV-Bilder vor den Matches sehen. Man habe den Eindruck haben können, Tausende von Spielern würden sich nicht mehr zu den Werten der Nation bekennen, wurde in einem offiziellen Statement formuliert.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Felice Limacher (Felimas)
    "what unites us – our flag, our military, and our National Anthem" ... Das ist absolut krank, was mich bei den Amerikanern überhaupt nicht wundert.
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  • Kommentar von John Bin (Cubbaner)
    Interessantes Verbot, weil man sich durchaus fragen könnte, ob hier das Grundrecht der Meinungsäusserungsfreiheit verletzt wird...
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  • Kommentar von Hanspeter Sandmeier (hanspeter123)
    An Alle, die es nicht richtig verstanden haben: Es geht nicht darum, die schwarzen Spieler, die knien, zu diskriminieren, sondern darum, die Politik aus dem Sport raus zu halten. Auch ein Grund ist, dass seit die Spieler damit begonnen haben, hat die NFL mehrere Million weniger Zuschauer. Diese wollen sie logischerweise wieder!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Sandmeier, wenn es wirklich darum gehen würden, die Politik aus dem Sport heraus zu halten, könnte man bei normalen Club-Spielen auf die Hymne verzichten. Dass sich sogar der Vizepräsident einschaltet, zeigt ja auch ganz deutlich, dass es um Politik geht. Zudem stellt er das Militär auf die gleiche Stufe wie die Flagge und die Hymne, obwohl das Militär alles Andere als nur ein Symbol ist.
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