«Clippers»: Die neuen Platzhirsche in Los Angeles' Basketball

Lange wurden die Los Angeles Clippers in der amerikanischen Basketball-Liga NBA wegen ihrer chronischen Erfolglosigkeit belächelt. Doch aus dem Verlierer ist ein ernst zu nehmender Titelkandidat geworden.

Clippers-Spieler Chris Paul enteilt Lakers-Legende Kobe Bryant.

Bildlegende: Wachablösung? Clippers-Spieler Chris Paul enteilt Lakers-Legende Kobe Bryant. Reuters

« Wie nennt man zwölf Multimillionäre, die sich vor dem Fernseher die NBA-Finals ansehen? - Los Angeles Clippers! »

So oder ähnlich wurden die Clippers bislang verhöhnt. Mehr als 25 Jahre spielten sie klar im Schatten der grossen Los Angeles Lakers.

Doch die Clippers gehören nicht länger zu den Kleinen. Mit 27 Siegen bei nur 8 Niederlagen hat die Mannschaft von Vinny Del Negro die beste Zwischenbilanz aller Teams.

Verschworene Aussenseiter

Wenn es um die Gründe für den Aufschwung geht, ist oft von der «besten Kabine der NBA» die Rede. Damit ist nicht die Ausstattung gemeint. Es geht um Teamchemie, um Geschlossenheit. «In der NBA geht nach dem Training eigentlich jeder seiner Wege. Aber hier machen wir alles gemeinsam», sagt Olympiasieger Chris Paul.

Lakers bangen um Playoffs

Für einmal schielen die als Titelfavoriten in die Saison gestarteten Lakers neidisch auf die Statistiken des Stadtkonkurrenten. Das Starensemble (neu mit Dwight «Superman» Howard) muss mit 15:18 Siegen gar um die Playoff-Teilnahme bangen.

Blake Griffin gehört mit seinen 2m08 zu den furchteinflössenderen Figuren in der NBA.

Bildlegende: Selbstbewusst Blake Griffin gehört mit seinen 2m08 zu den furchteinflössenderen Figuren in der NBA. Reuters

Stellvertretend für den Machtwechsel tönt Clippers-Center Blake Griffin selbstbewusst: «Die Zeit, in der Witze über die Clippers gerissen wurden, ist vorbei. Das kann ich garantieren.»

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