Gold für Fourcade und Dahlmeier – Schweizer ohne Exploits

Martin Fourcade (Fr) und Laura Dahlmeier (De) haben in Hochfilzen die Titel in den WM-Verfolgungsrennen gewonnen. Die Schweizer Athleten verpassten sowohl bei den Männern wie bei den Frauen eine Überraschung.

  • 11. WM-Gold: Martin Fourcade (Fr) katapultierte sich von Rang 3 aus ganz an die Spitze
  • 45. WM-Medaille: Der 43-jährige Altmeister Ole Einar Björndalen (No) sichert sich Rang 3
  • Titel verteidigt: Laura Dahlmeier (De) schlägt ein Jahr nach Oslo erneut zu
  • Ränge 26 und 29: Dies die enttäuschenden Platzierungen der besten Schweizer

Nach Silber in der Mixed-Staffel und Bronze im Sprint eroberte Martin Fourcade im Tirol in der Verfolgung über 12,5 km die Goldmedaille. Der französische Superstar holte einen Vorsprung von 22,8 Sekunden heraus und setzte sich vor dem norwegischen Duo Johannes Thingnes Bö und Ole Einar Björndalen durch.

Schweizer wenig treffischer

Die Schweizer Serafin Wiestner und Mario Dolder büssten im Vergleich zum Sprint vom Samstag einige Positionen ein. Beide beklagten 3 Fehlschüsse. Der als 19. gestartete Wiestner klassierte sich im 26. Rang, Dolder fiel vom 15. auf den 29. Platz zurück. Benjamin Weger kam nach 6 Strafrunden nicht über den 53. Rang hinaus.

Selina Gasparin bleibt in der Verfolgung unter ihren Erwartungen.

Bildlegende: Selina Gasparin In der Verfolgung gab es für sie nichts zu holen. EQ Images

Auch im vorgängigen Frauen-Rennen blieben die Athletinnen des Schweizer Teams hinter den Erwartungen zurück. Der als 11. gestarteten Selina Gasparin unterliefen schon beim ersten von 4 Schiessen 2 Fehler. Am Ende klassierte sich die Engadinerin mit 4 Fehlschüssen auf Rang 29. Lena Häcki und Aita Gasparin lief es noch schlechter. Die beiden kamen nicht über die Ränge 48 und 50 hinaus.

2. Medaille ins Hause Björndalen

Als Siegerin lief Titelverteidigerin Laura Dahlmeier ein. Die Bayerin, die im Sprint knapp hinter Gabriela Koukalova (Tsch) Zweite geworden war, triumphierte mit einer Reserve von 11,6 Sekunden vor der Weissrussin Daria Domratschewa. Koukalova bestieg diesmal die 3. Stufe des Podests.

Domratschewa zeigte eine fantastische Aufholjagd, war sie doch lediglich als 27. gestartet. Im letzten Winter war sie keine Rennen gelaufen, erst im Oktober brachte die Ehefrau von Björndalen Tochter Xenia auf die Welt.

Video «Selina Gasparin: «Muss die hinterletzte Energie rausquetschen»» abspielen

Selina Gasparin: «Muss die hinterletzte Energie rausquetschen»

3:14 min, vom 12.2.2017

Sendebezug: SRF info, sportlive, 12.02.2017, 10:20 Uhr