Wiestner und Weger verblüffen – auch Gasparin stark

Den Schweizer Biathleten ist beim Weltcup im amerikanischen Presque Isle nicht nur ein Befreiungsschlag, sondern ein regelrechter Paukenschlag geglückt.

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Die Biathleten erleben in den Staaten eine Sternstunde

0:31 min, vom 11.2.2016

Serafin Wiestner und Benjamin Weger brillierten im 10-km-Sprint mit den Schlussrängen 5 und 6. Bei der WM-Hauptprobe für Oslo mussten sich beide je einen Fehlschuss notieren lassen.

Zwei Schweizer Vertreter in den Top 10 auf höchster Wettkampfstufe hat es noch überhaupt nie gegeben.

Benjamin Weger in der Loipe.

Bildlegende: Benjamin Weger Der Routinier hielt mit der Spitze mit. EQ Images

Leistungsexplosion um 19 Plätze

Für den 25-jährigen Wiestner bedeutet Platz 5 das mit Abstand beste Resultat seiner Karriere. Zuvor war ein 24. Rang Anfang Januar im Sprint von Ruhpolding die herausragendste Leistung des Bündners gewesen. Weger, der vergangenen Winter konstant in die Top 10 gelaufen war, konnte diese Saison bislang zwei 16. Ränge vorweisen.

Der Sieg in Nordamerika ging an den Norweger Johannes Thingnes Bö. Das Podest komplettierten der Russe Anton Schipulin und der Weltcup-Führende Martin Fourcade. Der Franzose drehte wie die Schweizer eine Strafrunde. Wiestner und Weger büssten rund 50 Sekunden auf die Spitzenzeit ein.

Gasparin im Sog der Männer

Wenige Stunden später polierte Selina Gasparin die vorzügliche Schweizer Bilanz mit einem 6. Rang auf. Die Olympiamedaillengewinnerin war in diesem Winter erst zweimal besser klassiert: einmal als 5., und Ende Januar als 2.

Mit ihrem 11. Weltcupsieg baute die Tschechin Gabriela Soukalova die Führung im Weltcup aus.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 11.02.2016 18:45 Uhr