Chaos-Tage bei Asienspielen

Bei den Asienspielen im südkoreanischen Incheon ist es gleich zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Für das meiste Aufsehen sorgte eine indische Boxerin.

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Medaille verweigert: Eklat bei Asienspielen

1:07 min, vom 1.10.2014

Die indische Boxerin Sarita Davi, die in der Klasse bis 60 kg Bronze gewann, verweigerte bei der Siegerehrung die Annahme der Medaille. Stattdessen marschierte sie zur einheimischen Silbermedaillen-Gewinnerin Park Ji-na und hängte ihr Bronze um.

Davi ist der Ansicht, sie sei bei der Halbfinal-Niederlage gegen Park vom Kampfgericht benachteiligt worden. Dabei wurde sie von Landsfrau Mary Kom unterstützt, die in der Klasse bis 51 kg Gold geholt hatte: «Leider werden die Gastgeber bevorteilt. Wir sind wirklich verärgert über das Resultat», sagte Kom. Devi droht nun eine disziplinarische Sperre.

Erst Vierter, dann Sieger

Im 800-m-Rennen der Leichtathleten gewann der Iraker Adnan Taess Akkardie Goldmedaille, obwohl er die Ziellinie nur als 4. überquert hatte. Die drei vor ihm klassierten Läufer wurden wegen unerlaubten Drängelns oder Verlassen der Bahn nachträglich disqualifiziert.