Kanada beendet Durststrecke

Die Curling-Weltmeisterschaft der Männer ist mit einem Favoritensieg zu Ende gegangen. Kanada sicherte sich dank einem 5:3 über Dänemark den 35. Titel.

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Kanada im Curling wieder die Nummer 1

2:28 min, aus sportpanorama vom 10.4.2016

Das Team um Skip Kevin Koe zeigte über die gesamte Spieldauer eine souveräne Leistung. Trotzdem blieb es bis zum 9. End spannend, ehe die Kanadier mit 2 Punkten davonziehen konnten. Die Dänen spielten über weite Strecken sehr geschickt und hatten im 8. Haus die Chance, die Partie zu drehen. Skip Koe reagierte aber glänzend und vereitelte das dänische Zweierhaus.

Koe mit 3. Sieg gegen Dänemark

Die Kanadier stehen erstmals nach 2012 wieder auf dem Thron und nun bei 35 WM-Goldmedaillen. Die Titellosigkeit in den Jahren 2013 bis 2015 war für Kanada die zweitlängste Durststrecke in der seit 1959 dauernden Geschichte der Männer-WM.

Der 41-jährige Koe, der schon 2010 den Titel holte, führte die Kanadier auf beeindruckende Weise auf die Strasse des Erfolgs zurück. In der Vorrunde hatten die Kanadier nur eines von 11 Spielen verloren. Gegen die von Rasmus Stjerne angeführten Dänen mussten sie in der Round Robin wie auch im Playoff und im Final hart kämpfen, aber jeder der 3 Siege war verdient.

USA holen Bronze

Nach einer Durststrecke von 9 Jahren bescherten Skip John Shuster und seine Crew dem amerikanischen Männercurling wieder eine WM-Medaille. Das US-Team gewann in Basel das Spiel um Bronze gegen Japan mit 8:6.

Die von Yusuke Morozumi angeführten Japaner aus der Olympiastadt Nagano verpassten knapp und mit einigem Pech die erste WM-Medaille für das japanische Männercurling, derweil die Amerikaner eine ungewöhnlich lange erfolglose Zeit beendeten. In den 1970er Jahren waren die USA in 5 Jahren 3 Mal Weltmeister geworden.

Sendebezug: Livestream srf.ch/sport, 10.4.2016, 15:00 Uhr