Wie das Curling Irene Schori im Kampf gegen den Krebs hilft

Ein Jahr nach der Krebsdiagnose gewinnt Irene Schori mit CC Flims den Weltmeistertitel. Die gemeinsame Zeit im Curling-Team war in schwierigen Momenten eine wichtige Stütze.

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Irene Schori: Curling als Motivation gegen den Krebs

2:07 min, vom 29.3.2016

«Es ist für mich doppelt speziell. Noch vor einem Jahr habe ich nicht gedacht, dass ich überhaupt spielen kann. Dann Schweizermeisterin und Weltmeisterin werden zu können, das ist für mich wie ein Traum.» Irene Schori ist gerade in Zürich gelandet und von Fans, Familienmitgliedern und Freunden empfangen worden. Knapp 2 Tage nach dem Weltmeistertitel sind die Erlebnisse für die 32-Jährige immer noch schwer zu fassen.

Denn erst im April 2015 bekam sie eine erschütternde Diagnose: Brustkrebs. Es folgte eine Chemotherapie bis September. Der Haarausfall war die sichtbarste Auswirkung ihres Kampfes gegen den Krebs. Im Innern kämpfte Schori auch gegen die Angst. Gerade in dieser Zeit habe ihr der Sport geholfen. «Ich bin ein positiver Mensch. Ich habe mir immer gesagt, dass ich unbedingt wieder Curling spielen will. Das war stets mein Ziel.»

«  Es hat den Teamspirit verändert. »

Irene Schori

Die Umstände machen den zweiten Weltmeister-Titel für CC Flims nach 2014 auch für Skip Binia Feltscher besonders: «Es waren schwierige Zeiten, vor allem für Irene, aber auch für das ganze Team. Aber wir sind stolz darauf, wie wir das zusammen bewältigt haben.» Schori, Feltscher, Franziska Kaufmann, Christine Urech und Carole Howald sind in diesem Jahr noch enger zusammengerückt. «Es hat den Teamspirit verändert. Sie standen voll zu mir. Ich habe einen super Support bekommen von ihnen», lobt Schori ihre Kolleginnen.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 28.03.2016, 22:20 Uhr.