Die Jagd auf die «All Blacks» ist eröffnet

Am Freitag beginnt in England die 8. Rugby-WM. Titelverteidiger Neuseeland geht als Favorit ins Rennen und will dem Gastgeber den ganz grossen Triumph in der Heimat verderben.

Englands Rugby-Spieler im Training.

Bildlegende: Haben Grosses vor Für die Engländer ist vor heimischem Anhang nur der WM-Titel genug. Reuters

Die Rugby-WM ist mittlerweile ein Mega-Event, der weltweit bis zu 3 Milliarden Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockt. Nur die Fussball-Weltmeisterschaft und die Olympischen Sommerspiele generieren mehr Publikumsinteresse. Mit dem Eröffnungsspiel England - Fidschi werden die 8. Titelkämpfe in der Geschichte des körperbetonten Sports am Freitag eröffnet.

Der englische Traum

Die Engländer starten mit grossen Hoffnungen in ihr Heimturnier. Zum ersten Mal seit 1987 findet die WM im Rugby-Mutterland statt. Die Gastgeber wollen diese Premiere mit dem insgesamt 2. Titelgewinn nach 2003 krönen. Ein englischer Triumph auf der Insel? Es wäre das perfekte Drehbuch.

Doch die Engländer führen nicht alleine Regie. Bis in den Final am 31. Oktober im Londoner Twickenham-Stadion ist es ein weiter Weg. Gleich zahlreiche Equipen wollen dem Heimteam die grosse Party vermiesen. Vize-Weltmeister Frankreich, die «Springböcke» Südafrikas, Australien oder die zuletzt bärenstarken Iren sind allesamt Titelaspiranten.

«All Blacks» stellen alle in den Schatten

Eine Nation überstrahlt in England aber einmal mehr alle: Neuseeland. Die «All Blacks» sind mit ihrem weltberühmten Haka-Tanz das internationale Aushängeschild des Rugby-Sports. Vor 4 Jahren sicherte sich das Team in der Heimat den 2. WM-Titel und ist auch heuer Topfavorit auf die begehrte Trophäe. Seit dem Triumph 2011 verloren die Neuseeländer gerade mal 3 von 47 Partien.

Der Weg zum Titel wird in England folglich über den amtierenden Weltmeister führen. Wer kann die «All Blacks» stoppen? Die Jagd ist eröffnet.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, 18.09.15 06:17 Uhr

Die bisherigen Rugby-Weltmeister

1987
Neuseeland (29:9 gegen Frankreich)
1991Australien (12:6 gegen England)
1995Südafrika (15:12 n.V. gegen Neuseeland)
1999Australien (35:12 gegen Frankreich)
2003
England (20:17 n.V. gegen Australien)
2007Südafrika (15:6 gegen England)
2011Neuseeland (8:7 gegen Frankreich)