Zum Inhalt springen

Mehr Sport Die Super-League-Klubs entdecken den E-Sport

Real Madrid, PSG oder auch Schalke engagieren sich bereits seit längerem in der Welt der Computerspiele. Das Potenzial von E-Sports haben nun auch erste Super-League-Klubs erkannt. Fussball vor dem Bildschirm – was bringt das den Klubs?

Legende: Audio E-Sport in der Super League abspielen.
3:41 min

Der FC St. Gallen gab letzte Woche bekannt, als erster Super-Ligist ein E-Sport-Team für die Fussballsimulation «FIFA 17» zu gründen. Mit Sandro Poschinger haben die Ostschweizer ein junges Gamer-Talent aus der Region unter Vertrag genommen.

Ebenfalls in den E-Sport steigt der FC Luzern ein. Die Innerschweizer haben wenige Wochen vor den St. Gallern bereits eine Ankündigung gemacht, ebenfalls eine solche «FIFA»-Sektion gründen zu wollen. Allerdings wird der FCL erst im März an einem speziellen Turnier Talente scouten – mindestens 2 Spieler werden die «Leuchten» dann verpflichten.

Es hat vor allem Strahlkraft auf die jungen Fans.
Autor: Daniel LastMediensprecher FCSG
Legende: Video e-Sport erobert die Welt abspielen. Laufzeit 9:53 Minuten.
Aus sportlounge vom 25.04.2016.

E-Sport international gross

Im Namen der beiden Klubs werden diese Spieler internationale Fussballspiele spielen und bei Erfolg hunderttausende oder gar Millionen Zuschauer unterhalten – über das Internet und gar in Stadien.

Noch steckt die E-Sport-Szene in der Schweiz in den Kinderschuhen. Hohe Preisgelder wird es beim E-Sport darum kaum geben. Das Engagement der beiden Superligisten hat aber Signalwirkung.

Marketing als Hintergrundgedanke für den Schritt

FCSG-Mediensprecher Daniel Last findet, auch sei der Sprung zwischen E-Spielen und dem richtigen Stadion zu gross, als dass solche Spiele mehr Fans ins Stadion locken würden. Es gehe lediglich ums Marketing. «Es hat vor allem Strahlkraft auf die jungen Fans, von dem her gehört es zum gesamthaften Markenauftritt von uns», sagt Last.

Besonders Teenagern könne so der Name FCSG schmackhaft gemacht werden. Dies sieht auch Daniel Frank, PR-Manager des FC Luzern: «Wir sehen eine Chance, den Namen des FC Luzern besser zu platzieren.»

Macht bald die ganze Liga mit?

Auch die Swiss Football League verfolgt die Entwicklung gespannt. Es wäre gar möglich, dass man bald die ganze Super League virtuell nachspielen könnte, sagt der Kommunikations-Verantwortliche der Liga, Philippe Guggisberg. Dafür müssten aber auch die anderen 8 Teams nachziehen – nach den letzten Wochen ein nicht mehr ferner Gedanke.

Sendebezug: Radio SRF 1, Rendez-vous, 12:00 Uhr, 20.12.2016

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Nicolas Stocker (Nicolas Stocker)
    Immer mehr junge Menschen machen heutzutage nur noch Sport über die Konsole und sitzen zu Hause. Ist es nun der richtige Weg, diesen Trend als Sportverein zu unterstützen? Man sollte den Fokus meiner Meinung nach eher darauf ausrichten, dass man junge Menschen für den "richtigen" Sport (Bewegung) motiviert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von P El Repmeg (PEA)
      Hallo Herr Stocker, bin auch ganz Ihrer Meinung. Ich nehme auch mal an, dass mit der neuen Art "Sport zu treiben" auch Geld verdient wird, so mit Werbung als Beispiel. Wobei wir hier schon wieder beim Übel vom Sport angelangt wären.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen