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Mehr Sport eSport: Beliebt, begehrt – und bald olympisch?

Ihre Meinung ist gefragt: Sind die professionellen Gamer die Olympia-Stars von morgen?

Legende: Video Fussball-Legende Gullit über eSport abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.08.2017.

Der eSport ist auf dem Vormarsch. Gamer, Veranstalter und eine immer grössere Fangemeinde reiten auf einer Erfolgswelle. Der virtuelle Wettkampf in der digitalen Welt ist drauf und dran, sein Nerd-Image abzulegen.

Laut einer repräsentativen Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster liegt eSport beim Zuschauerinteresse gleichauf mit Radsport und Volleyball. Langlauf, Snowboard und Tischtennis haben bereits das Nachsehen.

Es ist einfach eine andere Art, Fussball zu konsumieren.
Autor: Jean-François PathymMarketingdirektor der Fifa

Das steigende Interesse lässt sich problemlos in Geld ummünzen. 2016 wurden bereits rund 493 Millionen US-Dollar mit eSport umgesetzt. Tendenz stark steigend. «Wir machen es nicht des Geldes wegen», sagt zwar Jean-François Pathym, Marketingdirektor der Fifa. Es gehe vielmehr darum, ein junges Publikum anzulocken. «Es ist einfach eine andere Art, Fussball zu konsumieren.»

Es ist real. Es ist eine neue Realität und damit müssen wir uns abfinden.
Autor: Ruud GullitFussball-Legende

Fakt ist, dass der eSport mit klassischen Sportarten um Aufmerksamkeit buhlt. Die League-of-Legends-Weltmeisterschaften wurden im vergangenen Jahr von über 40 Millionen Fans verfolgt. «Es ist real. Es ist eine neue Realität und damit müssen wir uns abfinden», sagte Fussball-Legende Ruud Gullit im Rahmen des Fifa Interactive World Cup.

Die besten Spieler trainieren mehrere Stunden täglich – in teilweise hochprofessionellem Umfeld. An den Wettkämpfen müssen sie im Rampenlicht ihr Können abrufen. Ein Millionenpublikum schaut zuhause auf den Bildschirmen zu.

Premiere 2024 in Paris?

Bei den Asienspielen 2022 im chinesischen Hangzhou werden eSportarten erstmals offizielle Medaillen-Disziplinen. Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2024 in Paris hat bereits Interesse angekündigt, professionelles Gaming ins Programm aufzunehmen. Gut möglich, dass bald eine Medaille mit den fünf Ringen um den Hals eines eSportlers gehängt wird.

Sendebezug: SRF online, Livestream, 18.08.2017, 17:30 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Tombom 124 (Tombom)
    Lächerlich ! Wenn E-sports Olympisch wird, sind die Olympischen spielen nicht mehr ernst zu nehem. E-Sport ist kein Sport und wird es auch nie sein. Vor dem Computer,Im Schmutzigen Zimmer, Hamburger, Cola und Pommes essen. Ist das Sport.
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  • Kommentar von Suat Ulusoy (SuatU)
    "Hast Du gestern Sport betrieben?" - "Ja, ich habe auf meiner Konsole 3h FIFA gespielt...". Für mich tönt das völlig absurd. Habe zu meiner Jugendzeit bspw. auch sehr gerne NHL gespielt, aber mit Sport hat das imo nichts zu tun und so könnte ich nur den Kopf schütteln, wenn "ESports" gar olympisch werden würde. Finde es auch bedenklich, dass auf dieser Sportseite nun etliche Beiträge rund um "ESports" erschienen sind, währenddem über etliche klassische Sportarten gar nicht berichtet wird.
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  • Kommentar von Ben Fisch (Blackbird)
    Wie ich das satt habe, all diese Sprüche von wegen Gamen sei ja kognitiv sooo herausfordernd und blablabla... als ob es dabei um sportliche Werte geht. Sobald der Markt sich im Gamingsektor normalisiert hat und die Geldkuh keine Milch mehr gibt, wird es niemanden mehr interessieren! Da könnte auch Nasenbohren olympisch werden, wenn man damit so viel Kohle machen könnte. Eine Schande und wahre Beleidigung für jeden wahren Sportler!
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    1. Antwort von David Kummer (davidsson)
      Es ist immer das selbe: Die konservative Stellung gegen jegliche Art von etwas Neuem! Vielleicht sollten sie auch einmal eine Runde Starcraft oder Fifa spielen, und sich danach eine Meinung bilden. Den was sie hier hingeschrieben haben hat einen sehr subjektiven Wert.
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    2. Antwort von Ben Fisch (Blackbird)
      Tja Herr Kummer, das wird Sie jetzt vielleicht wundern, aber ich game regelmässig cs, lol oder Fifa und habe auch eine Bachelorarbeit über die Vorteile des Gamens geschrieben. Deshalb weiss ich ganz genau, dass die Vorteile heute total überschätzt werden und die ganze Sache so rein gar nichts mit Sport zu tun hat. Eigene Turniere sind ja ok aber olympisch zu werden ist ja nun echt eine Zumutung, das sagen übrigens auch eingefleischte Gamer, nicht alle denken kapitalistisch...
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    3. Antwort von Tom Duran (Tom Duran)
      Stimmt vollkommen. Auch ich habe eine Xbox und Game ab und zu. Wer wirklich weiterkommen will, muss zuerst mal viel Geld ausgeben! Und davon leben die Produzenten. Ohne Kohle nix los. Zum Glück weiss ich, dass ich weder schlauer noch reicher durch's Gamen werde und so ist es eine reine Zeitvertreibe-Maschine die Spass macht. Wer jedoch tagtäglich (ich kenne Einige) davor hockt, hat bald keine richtigen Freunde mehr und isoliert sich in einer Scheinwelt die sicher nicht intelligenter macht...
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    4. Antwort von Röne Rennvelo (Röne Rennvelo)
      Nun auch beim gamen sind die unterschiede zwischen Spitzen und breiten "sport" enorm. Der markt für profi gaming ist stetig am wachsen. Nur weil sie nicht in der lage sind in den profi bereich vorzustossen müssen sie es nicht schlecht reden. Denn wie in den spitzensport schaffen es auch beim gaming nur die besten in den profibereich. Esports ist extrem unterhaltsam und wenn man einwenig hintergrund wissen hat dann haben sogar grosse sportarten wie fussball das nachsehen.
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    5. Antwort von David Kummer (davidsson)
      @Ben Fisch: Ich habe kein Wort davon erwähnt, dass der E-Sport irgendwelche Vorteile bringt, obwohl ich schon in Studien gelesen habe und es selber denke, dass das Gamen nicht nur schlechtes bringt! Zwar möchte ich ihnen nicht zu nahe treten, aber da kommen mir mehrere Studien glaubwürdiger vor als ihre Bachelorarbeit. Anderseits, wieso sollte das eine Zumutung sein, dass E-Sport olympisch wird?! Welche Kriterien muss eine «Sportart» denn erfüllen, dass sie Olympia-würdig ist?
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