Gilardoni will an gloriose Zeiten anknüpfen

Skeleton-Fahrerin Marina Gilardoni darf sich an der EM im heimischen St. Moritz Chancen aufs Podest ausrechnen. Vor Monatsfrist verpasste sie ihren ersten Weltcup-Sieg nur um Haaresbreite.

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Marina Gilardoni im Porträt

4:10 min, aus sportaktuell vom 4.2.2016

Im Februar 2010 wagte sich Marina Gilardoni erstmals auf den Skeleton-Schlitten. Es war Liebe auf den ersten Blick: «Sofort war die Sucht da, immer wieder runterfahren zu wollen.» Eine Liebe, die bald Früchte tragen sollte, denn seit zwei Saisons fährt die 28-Jährige bei Weltcuprennen konstant in dieTop 10.

3. Platz, 2. Platz - und nun EM-Gold?

Zum Heimrennen in St. Moritz reist Gilardoni mit viel Selbstvertrauen: «Wenn alles passt, liegt sehr viel drin.» Die jüngsten Auftritte der St. Gallerin waren in der Tat verheissungsvoll. In Königssee fuhr sie erstmals aufs Podest, und Anfang Jahr verpasste sie ihren ersten Weltcup-Sieg in Lake Placid nur um 9 Hundertstel.

Am Freitag geht es im Engadin auf der einzigen Natureisbahn der Welt nicht nur um Weltcup-Punkte - für die startenden Europäerinnen ist das Rennen gleichzeitig die EM. Letztes Jahr verschenkte Gilardino in St. Moritz noch viel Zeit in der Horseshoe-Kurve, doch nun scheint sie gerüstet: «Ich fühle mich hier sehr wohl.»

Zurück zu einstigen Medaillen-Freuden

Mit den Rücktritten von Gregor Stähli (3x Weltmeister, 2x Olympia-Bronze) und Maya Pedersen-Bieri (1x Olympia-Gold, 2x Weltmeisterin) im Jahr 2010 versiegten die Erfolgsmeldungen im nationalen Skeleton. Gilardoni hätte sicher nichts dagegen, diese Schweizer Durststrecke nun zu beenden.

Sendebezug: Radio SRF 1, 4.2.16, 18:45-Uhr-Bulletin