«Haka» und Konsorten: Die Kriegstänze der Rugby-Teams

Das weltbeste Rugby-Team, die «All Blacks» aus Neuseeland, haben dem «Haka» der Maori zu grosser Verbreitung verholfen. Doch auch andere Teams aus Ozeanien putschen sich vor Spielbeginn mit traditionellen Kriegstänzen auf.

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Der «Haka» vor dem WM-Final 2011

1:10 min, vom 15.9.2015

Im Haka, genauer: in verschiedenen Versionen des traditionellen Maori-Tanzes, vertreiben Neuseelands Rugby-Nationalspieler ihre Ängste und beschwören die Stärke der «All Blacks». Auch Tod und Verbundenheit mit dem Land sind Themen.

Üblicherweise lassen die Gegner den machohaft wirkenden Haka ungerührt über sich ergehen. Im WM-Final 2011 in Auckland näherte sich aber das französische Team während der Performance dem Gastgeber, was als ungeheure Provokation empfunden wurde.

«Tod oder Sieg»

Auch die Teams aus Samoa («Siva Tau»), Fidschi («Cibi») und Tonga («Sipi Tau») führen traditionelle Kriegstänze auf. Die Texte entsprechen der Gestik: Mit Begriffen wie «Tod oder Sieg», «Zerstörer der Seelen» oder «Angriff, Angriff, Angriff» bringen sich die Spieler in Stimmung.

Das erste (und mutmasslich letzte) Aufeinandertreffen zweier ozeanischer Teams an der WM 2015 findet am Freitag zwischen Neuseeland und Tonga in Newcastle statt.