Handball-WM: Frankreich will den ewigen Rekord

Alles andere als ein Sieg von Olympiasieger und Topfavorit Frankreich, Titelverteidiger Spanien, Dänemark oder Kroatien käme bei der Handball-WM in Katar einer Überraschung gleich. Das Turnier beginnt am Donnerstag, war im Vorfeld aber von Misstönen begleitet.

Nikola Karabatic setzt an der Grenze des Strafraums zum Schuss an.

Bildlegende: Welthandballer von 2007 Nikola Karabatic (l.) ist einer der Topstars in Frankreichs Mannschaft. EQ Images

Frankreich könnte mit einem 5. Titel alleiniger Rekordhalter werden. Obwohl seit 2006 nicht weniger als 7 Grossanlässe gewonnen wurden, kann Trainer Claude Onesta auf ein erfolgshungriges Team zählen. Mit dem sprunggewaltigen rechten Flügel Luc Abalo (Adduktorenprobleme) fällt aber ein Schlüsselspieler aus.

Fragwürdige Entscheide

Nicht um sportliche Schlagzeilen ging es im Vorfeld. Denn obwohl sich die Australier regulär für die Endrunde qualifiziert hatten, wurde ihr Startplatz aberkannt. Handballerisch seien keine Fortschritte erkennbar, argumentierte der Weltverband. Stattdessen erhielten die im Playoff gescheiterten Deutschen eine Wildcard.

Auch Island und Saudi-Arabien rückten für Bahrain und die Arabischen Emirate ins Teilnehmerfeld nach. Die beiden Nationen hatten ursprünglich verzichtet. Als sie auf ihren Entscheid zurückkamen, wurden sie ausgeschlossen.