Schweiz beendet Yellow Cup auf 2. Schlussrang

Die Schweizer Handball-Nationalmannschaft hat den Yellow Cup in Winterthur auf dem 2. Platz abgeschlossen. Im letzten Spiel rang das Team von Goran Perkovac Turniersieger Weissrussland ein 23:23-Remis ab.

Andy Schmid im Duell gegen den Weissrussen Aliaksandr Tsitou.

Bildlegende: Kämpferisch Andy Schmid im Duell gegen den Weissrussen Aliaksandr Tsitou. EQ images

Beinahe hätte es der Schweiz zum 6. Erfolg am Traditionsturnier gereicht. Nachdem Michal Svajlen 13 Sekunden vor dem Ende zum 23:23 ausgeglichen hatte, kamen die Gastgeber erneut in den Ballbesitz. Doch Marco Kurth setzte den letzten Schuss an den Pfosten. Mit einem Sieg hätten sie Weissrussland in der Rangliste noch überholt.

Beste Leistung bei abschliessendem Auftritt

Die SHV-Auswahl zeigte die mit Abstand beste Leistung am diesjährigen Yellow Cup. Sie verteidigte sehr aggressiv und erzielte in der 1. Halbzeit nicht weniger als 8 Tore per Gegenstoss oder per schnelle Mitte (total 10). Zur Pause führten die Schweizer verdient mit 14:12.

In der 2. Halbzeit taten sie sich gegen die grossgewachsene Defensive der Osteuropäer äusserst schwer und gerieten sie bis zur 53. Minute 20:23 in Rückstand. Doch die Gastgeber kämpften sich bravourös zurück. Bester Werfer der Schweizer war Manuel Liniger mit 7 Toren, davon 6 in den ersten 30 Minuten.

Wiedergutmachung für Niederlage gegen Österreich

Mit dem Unentschieden gegen WM-Teilnehmer Weissrussland rehabilitierten sich die Schweizer für die 31:32-Niederlage vom Vortag gegen die B-Auswahl von Österreich. Zum Turnierauftakt hatten sie Katar mit 33:25 bezwungen.

Telegramm:

Schweiz - Weissrussland 23:23 (14:12)
Eulachhalle. - 1300 Zuschauer. - SR Gubica/Milosevic (Kro). - Torfolge: 2:0, 2:4, 3:5, 5:5, 5:6, 9:6, 11:8, 11:10, 13:10, 14:12; 15:13, 15:17, 19:17, 19:20, 20:20, 20:23 (54.), 23:23. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Weissrussland.

Schweiz: Merz/Bringolf (ab 54.); Schmid (1), Kurth (2/2), Liniger (7), Pendic (1), Reber (2), Graubner (3), Hess (3), Friedli, Schelbert (1), Linder, Svajlen (3).