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Handball TV-Knatsch nach Katar-Irrsinn: Handball-WM kommt nicht zur Ruhe

Die Deutschen schicken ihre Handballer als Europameister ins Rennen um die WM-Krone. Trotzdem ist im Land ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen.

Hassan Moustafa präsidiert seit 2000 die Internationale Handballföderation (IHF). Unter dem schillernden Ägypter eckt der Verband zunehmend an. Ihm wird vorgeworfen, dass er so gut wie nie zum Wohle des Sports handle. Vielmehr sei sein Antrieb, Geld zu scheffeln.

  • Nicht gerade nach dem Gusto der Mehrheit war, dass Katar 2015 WM-Gastgeber war.
  • Zum Aufschrei kam es, als Moustafa 2013 die TV-Rechte für je 2 Männer- und Frauen-WM-Turniere unter fragwürdigen Umständen für 100 Millionen an die katarische Mediengruppe «beIN» verkaufte.

Die Konsequenz: In Deutschland scheiterten Verhandlungen zahlreicher TV-Sender mit dem Rechteinhaber. Die breite Masse kann darum die am Mittwoch beginnende WM in Frankreich daheim nicht mitverfolgen. Dabei lockte der EM-Finalsieg der Deutschen vor einem Jahr fast 13 Millionen vor die Bildschirme.

Immerhin wird eine Notlösung ermöglicht, indem ein Sponsor ein Internet-Livestream anbietet. Aufgrund der schlechten Breitbandanbindung dürften dennoch viele in die Röhre gucken.

Die Fakten zur 25. Handball-WM

Wann
11. bis 29. Januar
Wo8 Spielstätten in Frankreich
Anzahl Teilnehmende
24 Teams in 4 Gruppen
Anzahl Spiele bis zur Entscheidung
88
TitelverteidigerFrankreich
Favoriten
Frankreich, Dänemark (Olympiasieger), Deutschland
Das Novum
Erstmals wird der Videobeweis zugelassen (bei Torentscheiden)