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Kunstturnen Schweizer Turner fahren nach Rio

Die Schweizer Turner haben an der WM in Glasgow ihr grosses Ziel erreicht. Erstmals seit 24 Jahren werden sie 2016 in Rio de Janeiro wieder mit der Mannschaft an den Olympischen Spielen vertreten sein.

Pablo Brägger.
Legende: Ziel erreicht Pablo Brägger und Co. haben sich in Glasgow den Traum von Rio erfüllen können. EQ Images

Am Sonntag hatte das Schweizer Team um Pablo Brägger, Christian Baumann, Pascal Bucher, Claudio Capelli, Oliver Hegi, Eddy Yusof und Ersatzturner Kevin Rossi in Glasgow mit einem nahezu perfekten Wettkampf und 350,127 Punkten ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit dem Glanzresultat rückte die erhoffte Qualifikation für Rio in greifbare Nähe.

Das grosse Ziel erreicht

Und tatsächlich: Am Montag wurde die erstmalige Teilnahme an Olympischen Spielen seit 24 Jahren zur Tatsache. Nach den Übungen der letzten 8 Abteilungen beendeten die Schweizer die Quali im Team-Wettkampf auf Rang 6 und ziehen damit in den WM-Team-Final ein.

Als Zugabe krönten die Mehrkämpfer Brägger und Baumann den erfreulichen Schweizer Tag mit der Quali für den Mehrkampf-Final vom Freitag. Oliver Hegi schaffte als 8. am Reck als einziger STV-Vertreter den Einzug in einen Gerätefinal vom Wochenende.

Resultate Qualifikation Männer

Team: 1. Japan 358,884 Punkte. 2. China 357,027. 3. Grossbritannien 354,417. 4. Russland 352,692. 5. USA 350,332. 6. Schweiz 350,127. 7. Brasilien 349,057. 8. Südkorea 346,166.
Mehrkampf: 1. Kohei Uchimura (Jap) 90,564. Ferner: 11. Pablo Brägger (Sz) 87,765. 14. Christian Baumann (Sz) 86,932.
Boden: 1. Kenzo Shirai (Jap) 16,100. Ferner: 13. Claudio Capelli (Sz) 14,833. 15. Pablo Brägger (Sz) 14,833.
Pauschenpferd: 1. Louis Smith (Gb) 15,533. Ferner: 15. Christian Baumann (Sz) 14,800.
Ringe: 1. Eleftherios Petrounias (Grie) 15,900. Ferner: 51. Christian Baumann (Sz) 14,300.
Barren: 1. Oleg Wernjajew (Ukr) 16,133. Ferner: 19. Pascal Bucher (Sz) 15,333.
Reck: 1. Danell Leyva (USA) 15,566. Ferner: 8. Oliver Hegi (Sz) 15,033. 9. Pablo
Brägger (Sz) 15,033.

6 Kommentare

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  • Kommentar von HR Wehrli, Remetschwil
    M. Kaiser. Schön wär's, doch die Unterstützung von Spitzensportlern gehört NICHT zu den Staatsaufgaben. Dennoch sind, wenn ich zB an die Sportler-RS denke, die Verhältnisse heutzutage vergleichsweise paradiesisch! Ich selber erhielt seinerzeit in der dritten Woche als Füsilierrekrut keinen Urlaub für einen Länderkampf im Nationaldress der Leichtathleten in Athen. Nach 17 Wochen in schweren "Nagelschuhen" und ohne mein Training waren mein Bewegungdablauf futsch - und ich "weit weg vom Fenster".
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    1. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Herr Wehrli, das was sie erlebten , finde ich von den damaligen Vorgesetzten kleinlich und kurzsichtig - die haben teilweise bis heute noch nicht begriffen, dass ein Staat sich auch nach Aussen präsentieren muss. Beschämender ist der Umstand, dass im reichsten Land der Erde, gerade bei Traditionssportarten wie dem Kunstturnen (Jack Günthard Olympiasieger 1952 Reck ,1957 EM Reck u. Barren) so knausrig gesponsert wird. Die ganze Welt kann nun sehen, dass wir ausser Geld auch hervorr. Turner haben.
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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    @M.Kaiser, muss Ihnen vollkommen zustimmen. Kommt dazu das SF nur spärlich Informiert, nichts wird heute gebracht über Turnen, Aber jeder Fussballmatch wird gezeigt, heute eine Tennispartie Isner- Gulbis, einfach eine Frechheit wie hier das Geld verschleudert wird. Zurück zu unseren Turnerinnen & Turner sie haben schon jetzt die Vorgaben des Verbandes übertroffen, BRAVO! die leicht despektierliche Formulierung, das einer die Gerätefinals erreicht habe, hätte sich die Redaktion schenken können!
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Freude herrscht ! Diese Leistungen in diesem sehr anspruchsvollen Sport sind hervorragend und können nicht hoch genug geschätzt werden . Ein Kunstturner wird leider gegenüber einem Fussballer zu wenig finanziell gefördert . Jeder dieser Turner müsste ein Jahresgehalt von ebenso 200 000 Franken erhalten . Wo ist da die Sportförderung und Entlohnung für diesen edlen Sport , der zudem zu einem Nationalen Breitensport Vorbild gibt und diesen anregt . Haben wir doch tausende Turnvereine im Land .
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    1. Antwort von Raul Zumsteg, Winterthur
      Wahre Worte von einem Sportkenner!
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    2. Antwort von Josef Heinrich, Wil
      @M.Kaiser: Sie haben recht mit Ihrem Anliegen. Aber: Wer bezahlt die Gehälter oder soll diese bezahlen? Im Fussball sind dies die Vereine bzw. Aktiengesellschaften mit den Präsidenten und Investoren, über die zwar häufig geschimpft wird, aber die doch das Geld beschaffen oder bringen. Soll beim Turnen der Staat einspringen? Und bei welchen Sportarten auch noch? (LA, Ski, Eissportarten usw.?) Die dafür nötigen Steuererhöhungen dürften aufgrund der letzten Wahlen kaum möglich sein. Schade!
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