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Langlauf Alte norwegische Dominanz – neuer Sieger

Die 4. Etappe der Tour de Ski hat Emil Iversen und Sophie Caldwell eine Sieg-Premiere beschert. Martin Johnsrud Sundby preschte im Sprint in den Final vor und blieb unangefochtener Leader. Dario Cologna büsste leicht an Terrain ein.

  • Cologna ist neu Gesamt-9. und hat nun schon über 1:34 Minuten Rückstand aufs Podest
  • Sundbys Marge an der Spitze beträgt 1:33 Minuten
  • Norwegens Frauen bezogen ihre erste Schlappe

Martin Johnsrud Sundby bleibt an der Tour de Ski das Mass aller Dinge. An dieser Einschätzung ändert auch nichts, wenn man die letzten Meter des Klassisch-Sprints anlässlich der 4. Etappe miteinbezieht.

Dort wurde der 31-Jährige nach einem entfesselten Start zwar klar ausgebremst und überspurtet. Dem Norweger blieb im Tagesklassement der 4. Rang. Seine Spitzenposition in der Tour-Wertung dagegen konnte er souverän behaupten. Er liegt neu 1:33 Minuten vor Landsmann Petter Northug.

Iversen wächst über sich hinaus

Tonangebend in Oberstdorf (De) beim hochklassigen Finale war Emil Iversen. Der Norweger schob sich vor Sergej Ustjugow (Russ) und Alexej Poltoranin (Kas) ins Ziel. Der 24-Jährige feierte damit seine Sieg-Premiere im Weltcup, überhaupt hatte er vorher noch nie als Einzelläufer auf dem Podest gestanden. Als Bestresultat wies er einen 6. Rang aus.

Ich habe mich bereits im Prolog schwer getan.
Autor: Dario ColognaIm Viertelfinal out

Dario Cologna schob sich mit der 29.-besten Qualifikationszeit als einziger Schweizer nur knapp in die K.o.-Phase (Top 30). Dort musste er dann bereits früh im Viertelfinal seine Ambitionen begraben. Der Münstertaler wurde in seinem Heat Fünfter. In der Gesamtwertung verlor er einen Rang und weist nun als Neunter einen Rückstand von 3:31 Minuten auf. Auf einen Podestplatz fehlen ihm 1:34 Minuten.

Legende: Video Cologna: «Es war nicht mehr möglich heute» abspielen. Laufzeit 0:52 Minuten.
Vom 05.01.2016.

Hinterher drückte er seine Unzufriedenheit darüber aus. Der 29-Jährige musste aber auch einsehen: «Ich habe mich bereits im Prolog schwer getan. Danach plagte mich wieder der Husten, weshalb ich mich schlecht erholen konnte.»

Caldwell bindet Norwegerinnen zurück

Bei den Frauen gab es eine Überraschung: Knapp vor der Zielkurve setzte sich Sophie Caldwell in Position und feierte hauchdünn vor Heidi Weng (No) ihren ersten Weltcup-Triumph. Die Amerikanerin fügte der norwegischen Frauen-Armada die erste Niederlage an dieser Tour de Ski zu. An der Spitze der Gesamtwertung behauptete sich Ingvild Flugstad Östberg vor Landsfrau Therese Johaug.

Oberstdorf ist am Mittwoch erneut Schauplatz der Tour de Ski. Auf dem Programm stehen Klassischrennen mit Massenstart, für die Männer über 15 sowie für die Frauen über 10 Kilometer.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.01.2016 14:20 Uhr

Legende: Video Cologna im Viertelfinal geschlagen abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Vom 05.01.2016.

5 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Seitdem Swiss Ski den Vertrag mit der norwegischen Trainerin von Cologna nicht erneuern wollte geht es mit ihm bergab. Kempf wird es nicht kümmern, aber eigentlich kann man den schweizerischen Herrenlanglauf schon heute definitiv abschreiben. Die Swiss Ski Spitze sollte man kollektiv in die Wüste schicken
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    1. Antwort von Rainer Huber, Mellingen
      Ich möchte nicht so agressiv über den Herrenlanglauf sowie die Swiss Ski Exponenten urteilen ohne genauer Detailkenntnis. Tatsache aber ist , dass die Erfolge von Darios Cologna sicher in Zusammenhang mit Gurit Hettland stehen und seit ihrem Abgang eine Talfahrt eingesetzt hat., deren Ende noch nicht absehbar ist. Die in Aussicht gestellten neuen Impulse des neuen Trainers haben bei Cologna nur negative Auswirkungen gezeigt und auch bei den übrigen Athleten ist keine Verbesserung ersichtlich
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    2. Antwort von René, St.Gallen
      @Huber Ihren Äusserungen kann ich mich anschliessen. Agressiv kommt es wie gewohnt von Hr. Passant vor allem, aber nicht nur, in Richtung Swiss Ski. Die Leistungen des Athleten-Teams (fast ausschliesslich im Alpin-Bereich) sachlich und mit Weitblick einzuordnen bzw. zu erkennen, sind scheinbar nicht seine Stärken. Dazu gehört auch die individuelle Entwicklung einzelner Athleten sowie der Nachwuchsfahrer. Ein Resultat steht nicht schon nach 20,30 Startenden fest oder gar nach dem 1. Durchgang.
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    3. Antwort von Christoph Cramer, Luzern
      Ein weiterer dümmlicher Kommentar von Ihnen. Vor ein paar Jahren hätte man sich in der Schweiz ob einem Top 10 Langläufer die Hände gerieben. Auch Cologna ist kein Garant für Podestplätze - die anderen schlafen nicht und haben z.T. ganz andere Mittel zur Verfügung. In Norwegen ist Langlauf die Sportart Nummer 1, in der Schweiz, seien wir ehrlich, eher eine Randsportart. Peinlich ist, dass viele, die auf Langlaufskis kein Bein vors andere bringen würden, ihren Mist noch liken.
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    4. Antwort von jean passant, thun
      @Die Kürze der Kommentare verhindert meistens eine ausgewogene Darstellung. Ein Problem bei Swiss Ski orte ich auch in der sportmedizinischen Betreuung, die vielen Verletzten bei den Alpinen und Colognas progredientes Asthma werfen schon Fragen auf. Selbstverständlich wird alles als "Pech" dargestellt, die Häufung spricht sehr dagegen.
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