Cologna: «Ich muss jetzt voll angreifen»

Nach der Enttäuschung im Sprint geht es für Dario Cologna im heutigen 10-km-Rennen in Toblach darum, Boden auf seine Konkurrenten gutzumachen. Dafür will der Bündner in die Offensive gehen.

Dario Colognas Sorgen sind derzeit gross.

Bildlegende: Quo vadis, Dario Cologna? Der Bündner steht an der Tour de Ski mit dem Rücken zur Wand. EQ Images

Den 4. Triumph bei der Tour de Ski hat Dario Cologna noch nicht abgeschrieben. Obwohl der Bündner am Dienstag im Sprint einen Exploit verpasste und im Viertelfinal ausschied, bleibt er kämpferisch.

Ziel im heutigen Rennen über 10 km klassisch ist es, den Rückstand auf die vor ihm liegenden Athleten zu verkürzen. Der Führende Petter Northug liegt derzeit 1:03 Minuten vor Cologna, ist aber aufgrund seiner Schwäche im finalen Anstieg auf die Alpe Cermis nicht unbedingt Siegesanwärter Nummer eins.

Sundby in der Favoritenrolle

Da kommen die zweit- und drittplatzierten Martin Johnsrud Sundby und Calle Halfvarsson schon eher für den Gesamtsieg in Frage. Der Rückstand Colognas auf Vorjahressieger Sundby beträgt 38,2 Sekunden, auf Calle Halfvarsson fehlen ihm 36,3 Sekunden. Mit Jewgeni Below (Russ) und Alex Harvey (Ca) liegen zwei weitere Läufer vor Cologna.

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Interview mit Dario Cologna nach dem Sprint

1:46 min, vom 6.1.2015

Cologna will in die Offensive gehen

«Für mich gibt es jetzt nur eines: Voll angreifen. Ich möchte wenn möglich ein paar Sekunden gutmachen», sagte Cologna im Hinblick auf das heutige Rennen und das Verfolgungsrennen von morgen.

Cologna möchte sich für die 25 km am Donnerstag in eine gute Ausgangslage bringen. «Ich hoffe, ich erwische dann eine gute Gruppe und kann etwas nach vorne laufen», erklärt der dreifache Olympiasieger seine Taktik, um sogleich anzufügen: «Es wird schwierig in den nächsten Rennen.»

Nicht gerade einfacher macht die Aufgabe, dass die Führenden zur Zusammenarbeit gewillt sind. Northug, Sundby und Co. wollen sich heute in eine gute Ausgangslage bringen, um sich morgen Donnerstag als Gruppe absetzen zu können. «Es sieht ganz gut für mich aus», sagt der Gesamtweltcup-Führende Sundby denn auch. Es liegt nun an Cologna, die Zuversicht beim Gesamtweltcup-Führenden etwas zu dämpfen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.01.15 13:05 Uhr.