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Langlauf Guri Hetland verlässt Swiss-Ski

Die Schweizer Langläufer verlieren ihre Cheftrainerin Guri Hetland. Nach vier Saisons ist der Vertrag mit der Norwegerin, die als enge Vertraute von Dario Cologna gilt, nicht mehr verlängert worden.

Legende: Video Guri Hetland verlässt Swiss Ski («sportaktuell») abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 10.05.2014.

Die langen Vertragsverhandlungen zwischen Swiss-Ski und Guri Hetland führten zu einem Ende, allerdings auch zur Trennung. Der Verband lässt mit der Norwegerin eine ausgewiesene Fachkraft ziehen.

In einem Communiqé ist die Rede davon, dass Swiss-Ski mit Blick auf den kommenden Olympiazyklus strukturelle Anpassungen anstrebe. Diese Neuausrichtung hätte auch die Rolle von Hetland als Cheftrainerin der Langläufer tangiert.

Unüberbrückbare Differenzen

In den zähen Verhandlungen zeigte sich, dass gewisse Differenzen nicht aus dem Weg zu räumen waren. Die logische Konsequenz davon war das sofortige Ende der Zusammenarbeit.

Sportdirektor Markus Wolf sagt: «Ich bedaure den Entscheid, respektiere jedoch die Haltung von Guri Hetland, sich mit der vorgesehenen Rolle nicht vollständig identifizieren zu können.»

Mit viel Durchsetzungsvermögen

Hetland besetzte seit dem Sommer 2010 den Posten als Schweizer Cheftrainerin. Mit ihrer Kompetenz, Umsicht und einem souveränen Auftreten zerstreute die 39-Jährige schon rasch anfängliche Skepsis, die bei ihrer überraschenden Nomination geäussert worden waren.

Auch schaffte es die Ökonomin, sich in der Männerbastion zu behaupten. Von Dario Cologna, den sie in Sotschi zu zwei Olympia-Goldmedaillen geführt hat, wird Hetland als enge Vertraute geschätzt. «Ich hatte eine gute Zeit mit dem Schweizer Team. Sehr gerne hätte ich mit den Athleten weitergearbeitet. Es ist sehr schade, dass wir unsere Differenzen bezüglich der neuen Aufgabenverteilung nicht beseitigen konnten», bedauerte die scheidende Trainerin.

Kurz vor ihrer Ankunft 2010 war bereits Ehemann Tor Arne Hetland als Sprintverantwortlicher von Swiss-Ski installiert worden. Sein Kontrakt wurde nach der Saison 2013/14 nicht mehr verlängert. An seiner Stelle hat der Verband jüngst den Slowaken Ivan Hudac als Gruppencoach engagiert. Nach Guri Hetlands Abgang muss nun noch ein gleichberechtigter Partner gefunden werden.

43 Kommentare

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  • Kommentar von Wissmann Peter, 5610 Wohlen
    Bedauerlich, ein riesengrosser Fehler der Verantwortlichen in der Führungsetage des Verbandes. Eine solche Trainerpersönlichkeit wie Guri Hetland lässt man nicht gehen. Leider sind die Verbandsoberen nicht fähig starke und erfolgreiche Führungskräfte zu akzeptieren. Danke Frau Hetland für ihre tolle Arbeit.
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  • Kommentar von Walter Grämiger, Einsiedeln
    Die verantwortlichen Funktionäre müssen endlich ausgetauscht werden. Die haben kein Fingerspitzengefühl und hatten es noch nie. Die Herren fühlen sich zu wichtig und dulden keine Leute neben sich, die erfolgreicher arbeiten als sie selbst. Die Handlungsweise ist einfach nur peinlich.
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  • Kommentar von Furter, Staufen
    Wiederum eine veritable Meisterleistung der Swiss Ski-Führung! Ohne die Internas zu kennen, scheint es uns Langlauf -und Sportbegeisterten eine nicht nach vollziehbare Personalentscheidung zu sein. Wie kann man nur eine so erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Athleten und Trainer hinschmeissen? Nun, viele andere Nationen, allen voran die Norweger, werden sich die Hände reiben! Wie überall gilt wohl auch bei Swiss Ski, "der Fisch fängt am Kopf an zu stinken".....!
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