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Langlauf Verletzung stoppt Cologna – Sundby unangefochten

Dario Cologna zeigt in Val di Fiemme über 15 km klassisch ein starkes Rennen, ehe eine Zerrung ihn bremst und später gar zur Aufgabe der Tour zwingt. Martin Johnsrud Sundby siegt und steht vor dem Tour-Gesamtsieg.

Legende: Video Cologna quält sich in Val di Fiemme verletzt ins Ziel abspielen. Laufzeit 2:23 Minuten.
Aus sportaktuell vom 09.01.2016.

Lange sah es richtig gut aus für Cologna. Der Bündner lief an der Spitze mit und machte einen sehr starken Eindruck. Bei einem Sprint sicherte er sich zudem 12 Bonussekunden und schien in der Tour-Gesamtwertung einen Sprung nach vorne machen zu können.

Cologna kämpft sich durch

Kurz nach Kilometer 10 passierte es dann aber: Cologna fiel plötzlich zurück. Nach ersten Angaben hatte er sich in einer Steigung eine Zerrung in der linken Wade zugezogen. In der Folge lief er das Rennen chancenlos, aber mit grosser Moral und nur mit Doppelstock-Stössen zu Ende und erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 2:51 Minuten auf Platz 40. Wenig später war klar: Cologna bestreitet die letzte Etappe der Tour de Ski am Sonntag nicht. Stattdessen reist er zurück in die Schweiz zu weiteren Untersuchungen.

Legende: Video Teamarzt Betschart: «Es war ein akutes Ereignis» abspielen. Laufzeit 1:55 Minuten.
Vom 09.01.2016.

MRI-Untersuchung soll Klarheit bringen

Laut Teamarzt Hanspeter Betschart habe Cologna schon vor dem Rennen seine Wade «ein bisschen gespürt». Dennoch habe es keine konkreten Anzeichen auf Probleme gegeben, es handle sich um ein «akutes Erreignis». Eine MRI-Untersuchung soll nun genauere Erkenntnisse über die Verletzung von Cologna geben.

Sundby nicht zu schlagen

Den Tagessieg sicherte sich der Dominator Martin Johnsrud Sundby. Der souveräne Tour-Leader setzte sich 7,7 Sekunden vor seinem norwegischen Landsmann Niklas Dyrhaug und 12,6 Sekunden vor dem Kasachen Alexej Poltoranin durch.

Vor der abschliessenden Etappe auf die Alpe Cermis liegt Sundby in der Gesamtwertung 2:51 Minuten vor seinem Landsmann Petter Northug. Dritter ist Poltoranin. Sundby dürfte damit am Sonntag mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit seinen 3. Tour-Triumph in Folge feiern.

Baumann überzeugt

Ein gutes Rennen in Val di Fiemme zeigte Jonas Baumann. Der Bündner klassierte sich 51 Sekunden hinter Sundby auf Rang 16. In der Tour-Wertung verbesserte er sich auf Position 20. Toni Livers wurde 24., Curdin Perl 32.

Legende: Video Baumann: «Es war wichtig, eine Reaktion zu zeigen» abspielen. Laufzeit 2:32 Minuten.
Vom 09.01.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.01.16, 14:20 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Dimitri Lüthi, Zürich
    Zeit die Leistungen von Sundby nicht einfach so hinzunehmen, sondern mal zu hinterfragen. Wenn man jedes mal, und das die ganze Saison lang, die gesamte Weltelite lächerlich macht, à la Mühlegg und Armstrong ist das einfach Suspekt. Klar, er trainiert 200 Stunden mehr wie alle anderen, aber man sollte sich fragen wieso nur er das aushalten kann. Ein bisschen mehr Hinterfragen durch die Kommentatoren und Experten wäre, denke ich, angemessen.
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    1. Antwort von Epple daniel, Zug
      Als Colonia dominant war, hat auch niemand in der Schweiz hinterfragt.. Es ist nicht gut einfach immer auf andere zu zeigen. Es gibt immer wieder Ausnahmesportler (z bsp Federer) und man sollte dies akzeptieren. Natürlich gibt es im Spitzensport immer an einen sehr kleinen grat zwischen gesungheitsunterstützung und hilfe. Konkret sollte man aber immer unnötige Anschuldigungen und Vermutungen ohne Hintergrund lassen.
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    2. Antwort von Reto walser, Dübendorf
      Mühlegg ist Hammer! Wie er damals wie aus Gottes Hand vor dem Ziel beim 50 iger alle stehen liess und die Steigung hoch hämmert! Damals schon für Spanien unterwegs..... Den Rest kennen wir :-))) ! Wo War da schon wieder genau olympische Spiele Lillehammer!?
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  • Kommentar von Fredy Redy, Hegy
    Beste Kommentatorensprüche des Rennens: Anweisung an den Kameramann kurz vor dem Rennen: " Gang ä chli fürä!" Adriano Iseppi: " Lug winer fürägläitet, lug winer fürägläitet!" über Dario Cologna, der erneut Raketen an den Füssen hatte. Sascha Ruefer zu Adriano Iseppi nachdem Patrick Schmid die Kopfhörer nicht aufhatte und nicht antwortete: "Eh de fragi haut di" Danke für eure Aufmerksamkeit! Fredy Redy vo Hegy
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  • Kommentar von Küng Jan, St.Gallen
    Es ist leider nicht Cologna,s Saison am besten die Saison abhacken und nach vorne schauen auf den Winter 2016/2017 und dan wider voll angreifen gute Besserung Dario Cologna.
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