Zufriedener Cologna trotz verpasster Titelverteidigung

Dario Cologna hat das Finale bei der Tour de Ski zwar gegen Alexander Legkow verloren, trotzdem überwog beim Bündner die Zufriedenheit. Mit Platz 2 stand der 26-Jährige als 1. Läufer der Tour-Geschichte zum 5. Mal in Serie auf dem Podest – das stimmt zuversichtlich im Hinblick auf die WM.

Spannender war die Ausgangslage vor der letzten Etappe der Tour de Ski noch nie. Nur 6,5 Sekunden trennten Titelverteidiger Dario Cologna von Alexander Legkow, dem besten Kletterer im Feld. Wie aus Schweizer Sicht hatte befürchtet werden müssen, reichte dieser Vorsprung nicht, um den Russen in Schach zu halten. «Legkow war heute eine Klasse besser», lobte Cologna.

Im Hinblick auf die anstehende WM im Val die Fiemme (ab 20. Februar) war die Tour nur in 7 statt wie bisher 9 Etappen ausgetragen worden. Darin sieht Cologna den Hauptgrund für Legkows Triumph: «Es war dieses Jahr schwierig, die Differenz herauszuholen, da es dafür fast zu wenige Etappen gab. Am Schluss hatte daher der beste Kletterer einen Vorteil», analysierte der Münstertaler.

Cologna konstantester Läufer

Doch statt Trübsal über den verpassten Hattrick und den insgesamt 4. Triumph beim Etappenrennen zu blasen, zeigte sich Cologna glücklich ob seiner Leistung. «Ich bin sehr zufrieden. Es war eine gute Tour», so der Bündner. Der Olympiasieger ist der 1. Läufer der TdS-Geschichte, der 5 Mal in Serie aufs Podest lief (Rang 1 2009, 2011 und 2012 sowie Rang 3 2010).

Rückschlag für Northug

Dagegen musste Petter Northug eine Enttäuschung einstecken. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger war ausgezogen, um als erster Norweger die Tour zu gewinnen. Dafür hatte der 26-Jährige gar die WM zurückgestellt. Doch statt zu triumphieren musste Northug nach einem veritablen Einbruch im zweitletzten Teilstück die Führung abgeben und fiel beim Aufstieg auf die Alpe Cermis früh aus der Entscheidung. Als Gesamt-Vierter verpasste er erstmals seit 2008 eine Platzierung unter den Top 3.

Vorfreude bei Cologna auf die WM

Die Top-Leistungen des Quartetts Legkow, Cologna, Northug und des Gesamt-Dritten Maxim Wylegschanin versprechen Hochspannung für die WM. Die Titelkämpfe sind das erklärte Ziel Colognas, der auf sein 1. WM-Edelmetall wartet. Dies soll sich nun ändern. «Der Fahrplan für die WM stimmt», so der 26-Jährige zuversichtlich. «Ich freue mich schon jetzt auf die Rückkehr nach Val die Fiemme.»