Die Höhe als legales Aufputschmittel

Viktor Röthlin hat während seiner Karriere als Marathonläufer auf das Höhentrainingslager gesetzt – entweder in St. Moritz oder im kenianischen Hochland. Inzwischen animiert er andere dazu, dieses effektive Mittel einzusetzen.

Viktor Röthlin ist überzeugt, dass sich jeder und jede mittels Höhentraining steigern kann. «Allerdings braucht man dafür 3 Wochen Zeit», macht der 40-Jährige eine Einschränkung. Dies hängt damit zusammen, dass sich der Körper zuerst an die Lage bis zu 2000 Meter über Meer anpassen muss.

«  Ein wichtiger, nicht aber der einzige Aspekt. »

Viktor Röthlin

Im Anschluss und wieder unten im Tal angelangt sei der Effekt spürbar. «Kurzzeitig ist mehr Blutvolumen vorhanden. Das führt dazu, dass die Sauerstoff-Transportkapazität deutlich höher ist», erklärt Röthlin die Wirkung.

Keine Regel ohne Ausnahme

Der Obwaldner selbst hat sich bis zu seinem Rücktritt vor knapp einem Jahr nach der Heim-EM in Zürich regelmässig in den Alpen oder im afrikanischen Hochland auf ein Rennen über 42,195 km vorbereitet.

Doch ausgerechnet seine Bestzeit von 2:07:23 Stunden, die nach wie vor als Landesrekord gilt, kam unter anderen Vorzeichen zustande. Im Audio-Beitrag erfahren Sie, weshalb Röthlin vor dem Tokio-Marathon 2008 von seinem gewohnten Weg abweichen musste.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 31.07.2015 18:45 Uhr