Genzebe Dibaba geschlagen - Asbel Kiprop feiert Hattrick

Am letzten Tag der Leichtathletik-WM sind noch einmal 6 Final-Entscheidungen gefallen. Die Äthiopierin Genzebe Dibaba verpasste das Double über 1500 m und 5000 m wegen zwei schnelleren Landsfrauen. Asbel Kiprop aus Kenia sicherte sich mit einem atemberaubenden Schlussspurt den 3. WM-Titel in Serie.

Ausgerechnet zwei Teamkolleginnen vermasselten der Äthiopierin Genzebe Dibaba das Double. Mit einem Tempolauf setzte sich Almaz Ayana mit Dibaba im Sog früh ab. Ayana wollte eine Entscheidung im Spurt verhindern. Die Taktik ging auf.

Drei Runden vor Schluss musste die 1500-m-Weltmeisterin Dibaba abreissen lassen und wurde auf der Zielgerade auch noch von Senbere Teferi abgefangen.

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Kiprop macht Hattrick perfekt

1:15 min, vom 30.8.2015

Kiprop im Schlussspurt

Mit einem unglaublichen Finish hat sich der Kenianer Asbel Kiprop die Goldmedaille über 1500 Meter gesichert. Der 26-Jährige, der 2008 an gleicher Stelle Olympiasieger geworden war, siegte in 3:34,40 Minuten vor seinem Landsmann Elijah Manangoi (3:34,63) und sicherte sich sein 3. WM-Gold nach 2013 und 2011.

Spektakel bei der Frauenstaffel

Für Hochspannung sorgte beim Frauen-Rennen über 4x400m einmal mehr das Duell zwischen den USA und Jamaika. Nach einem schlechten Start lagen die Amerikanerinnen zunächst im Hintertreffen. Nach der 2. Übergabe überholte Allyson Felix ihre karibische Kontrahentin und übergab Schlussläuferin Francena McCorory.

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Heisses Duell zwischen den USA und Jamaika

3:38 min, vom 30.8.2015

Jamaikas Schlussläuferin Novlene Williams-Mills steckte jedoch nicht auf und sicherte mit einem Sprint auf den letzten 100 Metern ihren Farben die Goldmedaille.

Bei den Männern setzten sich die Topfavoriten aus den USA durch: Die amerikanische 400-Meter-Staffel ist seit 2005 ungeschlagen und blieb auch in Peking mit einer Zeit von 2:57,82 Minuten eine Klasse für sich.

Nochmals Gold für Kanada

Für die 2. kanadische Goldmedaille sorgte Derek Drouin im Hochsprung. Der 25-Jährige behielt im Kampf um die Podestplätze gegen den Chinesen Guowei Zhang und Bohdan Bondarenko aus der Ukraine mit einer Höhe von 2,34 Metern das bessere Ende für sich. Zhang und Bondarenko belegten den geteilten 2. Rang.

Molitor übertrifft Lyu

Für eine faustdicke Überraschung sorgte Kathrina Molitor im Speerwurf: Die Deutsche warf im allerletzten Versuch persönliche Bestweite und schnappte damit noch der Chinesin Huihui Lyu die sichergeglaubte Goldmedaille weg.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 30.08.2015, 13:10 Uhr