«Ich bin nicht krank»: Streit um Makwalas Start-Verweigerung

400-m-Läufer Isaac Makwala durfte im WM-Final am Dienstagabend nicht an den Start gehen. Das befahl die IAAF. Der Mann aus Botswana ist stinksauer.

Isaac Makwala.

Bildlegende: Wollte starten, durfte aber nicht Isaac Makwala. Keystone

Grosses Hick-Hack um Isaac Makwala. Dem 400-m-Läufer wurde vom internationalen Leichtathletik-Verband IAAF die Starterlaubnis für den Final entzogen, weil er offenbar am in London grassierenden Magen-Darm-Virus leidet.

Unverständnis bei Makwala

Makwala, der bereits am Montag über die 200 m nicht starten durfte, konnte den Entscheid nicht nachvollziehen. «Schweren Herzens muss ich bekannt geben, dass ich nicht am Final teilnehmen werde. Ich möchte aber noch einmal festhalten: Ich bin nicht krank», schrieb Makwala auf Facebook und sprach wenig später sogar von einer möglichen Sabotage. Dieser Eintrag wurde mittlerweile aber wieder gelöscht.

Der Leichtathletikverband hielt an seinem Entscheid fest. In einem am Abend veröffentlichten Statement heisst es:

«Gemäss britischen Gesundheits-Vorschriften hätte Makwala 48 Stunden in einer Quarantäne in seinem Zimmer verbringen müssen. Diese Frist wäre am 9. August um 14 Uhr abgelaufen. Das Prozedere wurde seinem Team in schriftlicher Form sowie der botswanischen Delegation persönlich in aller Ausführlichkeit erklärt.»

Es steht Aussage gegen Aussage

Die Entscheidung, Makwala über 200 und 400 m nicht starten zu lassen, habe man nach einer Untersuchung eines qualifizierten Arztes im Warm-Up-Bereich am Montag gefällt. Makwala hatte zuvor behauptet, nie untersucht worden zu sein.

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Ohne Makwala: Der 400-m-Final in voller Länge

0:58 min, vom 8.8.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 8.8.17, 19:55 Uhr