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Leichtathletik-WM Protest-Kuss bei Siegerehrung

Bei der Siegerehrung zur 4x400-m-Staffel haben die siegreichen Russinnen gegen das umstrittene Anti-Homosexuellen-Gesetz des Kreml protestiert. Tatjana Firowa und Xenia Ryschowa küssten sich provokativ auf den Mund.

Die beiden Russinnen Xenia Ryschowa (l.) und Tatjana Firowa küssen sich auf den Mund.
Legende: Mutig Die beiden Russinnen Xenia Ryschowa (l.) und Tatjana Firowa küssen sich auf den Mund. Reuters

Ausgerechnet zwei russische Weltmeisterinnen sorgten für den eindrucksvollsten Protest gegen das umstrittene neue Anti-Homosexuellen-Gesetz. Die beiden Russinnen Tatjana Firowa und Xenia Ryschowa küssten sich auf den Mund.

Das Gesetz stellt seit Juni in Russland die Verbreitung von Informationen über Homosexualität an Minderjährige unter Strafe. Das von Präsident Wladimir Putin unterzeichnete Gesetz hatte international für Aufsehen gesorgt.

Die lackierten Fingernägel von Emma Green-Tregaro.
Legende: Stiller Protest Die lackierten Fingernägel von Emma Green-Tregaro. Reuters

Lackierte Fingernägel

Einige Sportler nahmen die WM zum Anlass, Farbe zu bekennen: So lackierten zahlreiche Athletinnen ihre Fingernägel in den Farben des Regenbogens, Symbol der homosexuellen Bewegung.

So beispielsweise die schwedische Hochspringerin Emma Green-Tregaro, was ihr eine Rüge des Weltverbandes einbrachte.

Isinbajewa in der Kritik

Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Isinbajewa hingegen hatte das Gesetz öffentlich befürwortet und dafür harsche Kritik einstecken müssen. «Wir verstehen uns als traditionelles Volk», sagte Isinbajewa: «Männer sollten Frauen lieben und umgekehrt. Dies ergibt sich aus der Geschichte.»

Legende: Video 4x400-m-Final der Frauen («sportlive») abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
Vom 17.08.2013.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Wenn zwei Frauen sich auf diese Art küssen, wirkt es nicht gleich, wie wenn zwei Männer es tun. Warum wohl werden im Fernsehen "heisse" Filme mit Frauen erlaubt, aber nicht mit Männern? Gerade deshalb verpufft diese Szene als "Protest" gegen Putin. Stimmt, leben und leben lassen - aber dann sollen auch Leute wie Jelena I., die nicht im allgemeinen Strom schwimmen, toleriert werden! P.S. Nicht nur in Russland, sondern auch in ganz Lateinamerika (als Beispiele) werden Gays verprügelt.
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  • Kommentar von Lorenz Bertsche, 9320 Arbon
    Mutige Frau diese Jelena Isinbajewa. Gesunde Einstellung. Wir brauchen echte, gesunde Vorbilder nicht falsche und verirrte Herr Schirmer.
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    1. Antwort von Urs Sahli, Rbigen
      Sie hinter dem Mond. Toleranz ist bei Ihnen wohl ein Fremdwort. Leben und Leben lassen. Sonlange dass dabei niemand an Leib und Leben gefährdet ist, kann das uns doch gleich sein. Die Isinbajewa kann doch nicht anders reagieren. Sonst lässt sie Putin fallen. So einfach ist das.
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    2. Antwort von Lorenz Bertsche, 9320 Arbon
      Danke Herr Sahli für IHRE Toleranz! Wünsch ihnen eine schönen Abend.
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    3. Antwort von Stef, Eglisau
      Genau Ihrer Meinung Herr Bertsche, den so toleranten Reaktionen an der Schwullen Lobby sieht man(N9 immer wieder wie diese Kreise Toleranz fordern, selber aber zur untolerantesten Gruppierung gehören! Heuchler von schlimmsten!!
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  • Kommentar von Theodor Kugler, 8413 Neftenbach
    Gleichgeschlechtliche sexuelle Anziehung ist ein Faktum. Es sollte deshalb niemand benachteiligt werden. Ich sehe jedoch keinen Sinn darin, Homosexualität zu propagieren. Mir fällt jedoch auf, dass bis jetzt für Homosexualität im Gegensatz zur Heterosexualität die naturgesetzliche Basis noch nicht gefunden wurde. Da in diesem Universum alles Gesetzen folgt, muss diese Lücke noch geschlossen werden. Dies würde sicher zu allgemeiner Entspannung und akzeptierter Toleranz führen.
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