Ruckstuhl überzeugt als Elfte – Hussein zittert

Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl hat die Top 10 an ihrer ersten Elite-WM nur knapp verpasst. Trotz schwachem Auftritt im Halbfinal ist Hürdensprinter Kariem Hussein.

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800-m-Schlussphase mit Ruckstuhl und Agnou

2:18 min, vom 6.8.2017

  • Die Siebenkämpferinnen Ruckstuhl und Agnou belegen die Schlussränge 11 und 21
  • Der Sieg geht wie schon bei Olympia an Nafissatou Thiam
  • Kariem Hussein bleibt über 400 m Hürden deutlich unter den Erwartungen, steht aber trotzdem im Halbfinal
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Die Siebenkämpferinnen Ruckstuhl und Agnou im Interview

3:40 min, vom 6.8.2017

Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl zeigte eine starke erste Elite-WM: Die 19-jährige Luzernerin, die vor allem am 1. Wettkampftag geglänzt hatte, schaffte es mit 6230 Punkten auf den 11. Schlussrang; dabei blieb sie nur 127 Zähler über ihrem Schweizer Rekord. «Wow, das ist so cool», so die Zweite der U20-EM zufrieden.

Caroline Agnou, die ebenfalls ihr WM-Debüt gab, war vor allem am Starttag weniger gut unterwegs. Mit 6001 Punkten beendete die 21-jährige Seeländerin den Siebenkampf auf Platz 21. «Mit dem zweiten Wettkampftag bin ich zufrieden», sagte die U23-Europameisterin.

Erster WM-Titel für Belgien

Gold ging wie schon bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an Nafissatou Thiam, die Belgien das erste WM-Gold überhaupt bescherte. Mit 6784 Punkten verwies sie die Deutsche Caroline Schäfer (6696) und Anouk Vetter aus den Niederlanden (6636) auf die weiteren Plätze.

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Kariem Husseins Analyse: «Weiss nicht, was los war»

2:33 min, vom 6.8.2017

Dreifaches Glück für Hussein

Kariem Hussein stand nach seinem erstaunlich diskreten Auftritt über 400 m Hürden selbst vor einem Rätsel. Der EM-Dritte von 2016, der in diesem Jahr bereits 48,79 Sekunden gelaufen war, wurde in seinem Vorlauf in mediokren 50,12 Sekunden gestoppt. Danach rang der Thurgauer nach Worten: «Ich weiss nicht, was los war.»

Der 28-Jährige konnte im dritten Heat lediglich zwei andere Athleten hinter sich lassen. Für den Vorstoss in den Halbfinal reichte es trotzdem. Hussein profitierte einerseits davon, dass in seinem Lauf mit dem Esten Rasmus Mägi ein ernsthafter Konkurrent nicht antrat.

Zudem retteten ihn die Disqualifikationen von Michael Stigler und Kyron McMaster (der Jahresweltbeste war einer der Titel-Favoriten). Beide waren schneller gelaufen als Hussein. Damit kam dieser als letzter von vier Lucky Losern weiter.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 6.8.2017, 19:45 Uhr

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