Sprunger und Züblin knacken 6000-Punkte-Marke

Ellen Sprunger und Linda Züblin haben den WM-Siebenkampf in Moskau auf den Plätzen 13 und 16 abgeschlossen. Während Züblin eine neue persönliche Bestleistung gelang, vergab Sprunger ein noch besseres Abschneiden beim Speerwurf.

Sowohl Ellen Sprunger wie auch Linda Züblin schafften im WM-Siebenkampf die angestrebte 6000-Punkte-Grenze. Die 6081 Zähler von Sprunger reichten am Ende für Platz 13, Züblin belegte mit 6057 Punkten den 16. Rang. Erstmals schlossen zwei Schweizerinnen denselben Siebenkampf mit mehr als 6000 Zählern ab.

Züblin mit «coolem» Resultat

In den Disziplinen Weitsprung (6,23 m) und Speerwurf (49,64 m) markierte Züblin zu Beginn des Tages jeweils eine neue Saisonbestleistung. Im abschliessenden 800-m-Lauf kam sie in ansprechenden 2:17,50 Minuten ins Ziel.

«Dieses Resultat ist cool. Ich hätte das überhaupt nicht erwartet. Nach dieser WM bin ich wieder im Wettkampfsport drin», freute sich Züblin. Die Thurgauerin, die in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen hatte, trat erstmals seit 2009 wieder international in Erscheinung.

Sprunger trotz Rang 13 enttäuscht

Züblin ist damit neu die fünftbeste Schweizer Siebenkämpferin in der Geschichte. Sie beendete den Wettkampf nur 24 Punkte und drei Ränge hinter Teamleaderin Ellen Sprunger.

Die Westschweizerin stellte im Weitsprung (6,16 m) und über 800 m (2:14,83 Minuten) eine persönliche Bestmarke auf, blieb im Speerwurf mit 40,41 m aber deutlich unter ihren Erwartungen.

«Es wäre mehr dringelegen», ärgerte sich Sprunger, die den seit 1985 bestehenden Schweizer Rekord von Corinne Schneider (6265 Punkte) angepeilt hatte. «Der Rang ist noch das Beste. Im Hochsprung hätte ich 1,71 m überspringen müssen. Und mit dem Speer vergab ich auch 100 Punkte.»

Gold in die Ukraine

Die Goldmedaille sicherte sich die Ukrainerin Hanna Melnitschenko mit einem Total von 6586 Punkten. Die Kanadierin Brianne Theisen-Eaton (6530) sowie die überraschende Niederländerin Dafne Schippers (6477) belegten die weiteren Medaillenplätze.