Dopingskandal weitet sich aus

Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat dank nachträglichen Tests fünf WM-Medaillen-Gewinner aus den Jahren 2003 und 2005 des Dopings überführt. Damit steht die IAAF vor dem wohl grössten Dopingskandal ihrer Geschichte.

Iwan Tichon.

Bildlegende: Dopingsünder Der dreifache Weltmeister Iwan Tichon. Reuters

Drei Weltmeister, zwei Silbermedaillen-Gewinner und ein Ex-Weltmeister haben nachweislich bei der Leichtathletik-WM 2005 in Helsinki gedopt. Neben den bereits überführten Russinnen Olga Kusenkowa (Hammerwerfen) und Tatjana Kotowa (Weitsprung) handelt es sich bei den «neuen» Übeltätern um die Hammerwerfer Iwan Tichon und Wadim Dewjatowski.

«Kein Platz, sich zu verstecken»

Zudem sind auch die Kugelstossen-Weltmeister Andrej Michnewitsch und Nadeschda Ostaptschuk überführt worden. Alle Athleten kommen aus Weissrussland und wurden teilweise schon mehrfach überführt. Pikant ist vor allem der Fall Ostaptschuk: Diese ist aktuell bereits gesperrt, da sie nach ihrem Olympiasieg von 2012 in London positiv getestet worden war.

«Unsere Botschaft an die Betrüger ist unmissverständlich klar: Es gibt keinen Platz mehr, um sich zu verstecken», sagte IAAF-Präsident Lamine Diack. Welche Strafen gegen die Athleten ausgesprochen werden, ist noch unklar, da die meisten von ihnen nicht mehr aktiv sind. Allerdings müssen sie mit grosser Wahrscheinlichkeit ihre Medaillen abgeben.