In einer eigenen Liga: Genzebe Dibaba

Mit dem Weltrekord über 1500 m hat Genzebe Dibaba am Freitag beim Diamond-League-Meeting in Monaco für das absolute Highlight gesorgt. Die Verbesserung einer Bestmarke ist in den Laufdisziplinen eine absolute Ausnahme.

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Der Lauf für die Geschichtsbücher in voller Länge

3:54 min, vom 18.7.2015

«Das war sehr schnell», gab eine verlegene Genzebe Dibaba nach dem Rennen zu Protokoll und untertrieb dabei masslos: Mit ihrem 1500-m-Weltrekord von 3:50,07 Minuten beim Diamond-League-Meeting in Monaco hat sie die Leichtathletik-Welt auf den Kopf gestellt.

39 Hundertstel blieb sie unter der 22 Jahre alten Bestmarke der Chinesin Qu Yunxia, deren Fabellauf ein Relikt einer finsteren Läufer-Epoche ist. Dominiert durch die USA, den einstigen Ostblock und China feierten Doping-Praktiken insbesondere in den 1980er-Jahren Hochkonjunktur. Die Weltrekorde purzelten reihenweise.

Weltrekord wirft Fragen auf

Trotz modernster Trainingsmethoden sind heutige Spitzenläuferinnen Welten von den bestehenden Weltrekordmarken entfernt. Einzige Ausnahme: Genzebe Dibaba. Dass nun plötzlich wieder eine Läuferin dazu in der Lage ist, als unantastbar geltende Weltrekorde zu brechen, wirft natürlich Fragen auf.

«  Ich denke, ich kann mich noch weiter steigern. »

«Über den alten Weltrekord der Chinesin weiss ich nichts. Ich lebe meine eigene Geschichte, kümmere mich nicht um andere und darum, unter welchen Bedingungen sie gelaufen sind», sagte die 24-jährige Äthiopierin in Monaco: «Ich kann nur sagen, dass ich sehr hart arbeite und Gott für diesen Sieg danke. Ich denke, ich kann mich noch weiter steigern.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.07.2015, 20:00 Uhr