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Leichtathletik-EM Geher Diniz mit Weltrekord zum EM-Titel

Der Franzose Yohann Diniz hat an der Leichtathletik-EM in Zürich den Weltrekord über 50 km Gehen pulverisiert. Zweiter wurde der Slowake Matej Toth.

Legende: Video Zieleinlauf von Diniz abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
Aus sportlive vom 15.08.2014.

Das Rennen ohne Schweizer Beteiligung startete unter garstigen Wetterbedingungen. Zeitweise goss es in Zürich wie aus Kübeln und wenig deutete darauf hin, was sich auf den folgenden 25 2-km-Runden abspielen würde.

Von einem anderen Stern

Nach 20 km hatte sich an der Spitze ein Duo eingerichtet mit dem französischen Titelverteidiger Yohann Diniz und WM-Silbermedaillengewinner Michail Ryschow (Russ). Zunächst hatte Diniz noch Anlass zur Sorge gegeben: Er startete mit getaptem Oberschenkel und griff sich immer wieder an die rechte Hüfte.

Danach zeigte sich aber, dass er alles andere als handicapiert war. Ab 40 km lag er souverän voraus und der Weg war bereitet für eine Gala-Vorstellung. Diniz lief mit spektakulären 3:32:33 Stunden ins Ziel - der bisherige Weltrekord hatte bei 3:34:14 gelegen.

Toth Zweiter, Ryschow brach ein

So dauerte es dann auch eine Weile, bis der zweitplatzierte Slowake Matej Toth (3:36:21) und der Russe Ivan Noskow (3:37:41) ins Ziel kamen. Der lange an zweiter Stelle gelaufene Ryschow kam völlig fertig als Vierter ins Ziel.

Ein Zieleinlauf mit Fragen

Allerdings gab noch eine Szene zu reden: Diniz blieb auf den letzten Metern stehen, um eine portugiesische Fahne für den Jubel entgegen zu nehmen, hielt dabei aber nicht immer die Knie gestreckt, wie dies gemäss SRF-Experte Stephan Plätzer das Reglement vorsehen würde.

«Das ist der schönste Tag in meinem Leben. Ich möchte diesen Sieg meiner Oma widmen, die in diesem Jahr gestorben ist», sagte Diniz. «Sie war Portugiesin, deshalb bin ich mit der französischen und portugiesischen Flagge durch das Ziel gegangen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.08.2014, 08:55 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Anke Strebel, Winterthur
    Ich finde die Disqualifikation des französischen Läufers, wenn auch regelkonform, daneben, da die Showeinlage lustig und der Sieg derart überlegen war. Konsequenterweise müsste auch der Geher disqualifiziert werden. Wo bleibt der Einspruch des russischen Verbands? Die Spanier waren diesbezüglich ja sehr schnell!
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  • Kommentar von Werner Rellstab, Zürich
    Von einem anderen Stern? Nur weil er weltrekordmässig am effizientesten mogelt, mit gestreckten Beinen springelet? Ich sah an Ort, dass die schnelleren Geher alle eine Flugphase von mind. 5-10cm haben (am TV mit Zeitlupe noch besser sichtbarI). Der Sieger hatte wohl meist 20 cm.DIese unfaire Sportart sollte endlich gestrichen werden, solange die Uebertretungen nicht mit Chips messbar sind. Stil, Kniebeugen und Bodenkontakt sind so Geschmacksache. Ein korrekter WR wäre um Dimensionen schwächer.
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    1. Antwort von M. Zing, Zürich
      Ich war auch vor Ort. Der Eindruck entsteht, aber bei konzentriertem Hinsehen entpuppt sich die "Flugphase" als Täuschung. Ihre Angabe von 20 cm ist wohl arg übertrieben. Unwahrscheinlich auch, dass erfahrene Kampfrichter reihenweise Regelverstösse übersehen (die sie sofort sehen)? Und dass keiner nach dem Rennen (besonders bei WR!) in Zeitlupe nachprüft? Vor allem würden 4. oder 5.-platzierte doch keine Gelegenheit auslassen Beschwerde einzureichen, um ihre Geher aufs Podest zu bringen.
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  • Kommentar von F. W., Bern
    Wieder ein Franzose, der sich überheblich benimmt. Er weiss doch, dass er in WR-Zeit unterwegs ist, warum macht er noch so einen Blödsinn?? Verfälscht seine Zeit und sieht arrogant aus. So Sachen machen mich echt wütend.
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    1. Antwort von D.K., Basel
      Mein Gott, da kommen sie wieder die Wutbürger. Der Typ hatte gerade den Lauf seines Lebens und zeigt ein wenig Freude und Emotionen und die ewigen Miesmacher taxieren dies als überheblich und Blödsinn. Seid doch nicht immer so verkrampft und lasst euch mal gehen. So macht das Leben viel mehr Spass :)....
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    2. Antwort von M. Zing, Zürich
      Schliesse mich D.K an.. Dass man sich in gewissen Extremsituationen auch mal vergisst versteht man vielleicht nicht, wenn man selber immer auf der Bremse steht. Frage mich auch, was das alles mit Frankreich zu tun hat? Klar gibt es Ausraster von Zidane und Cantona... aber auch Pepe (Por), Suarez (Uru) und viele andere Landsmänner haben sich mal vergessen.. Zudem: Diniz wollte mit der Fahne seine verstorbene Oma (Portugiesin) ehren, das ist alles andere als arrogant
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