Neuenschwander: «Davon habe ich geträumt»

Glückliche Gesichter bei den Schweizer Marathonläuferinnen. Obwohl die Resultate unterschiedlich sind, hatten sowohl Maja Neuenschwander als auch Nicola Spirig Grund zur Freude.

Das Abenteuer EM-Marathon ging für Maja Neuenschwander und Nicola Spirig auf dem Zürcher Bürkliplatz zu Ende. Die eine brachte damit für eine Weile beeindruckend hohe Laufumfänge hinter sich, die andere den Ausflug in die Langstrecken-Disziplin.

Neuenschwander ist zufrieden

«Ich habe ein gutes Rennen gemacht», freute sich Maja Neuenschwander nach dem Rennen. «Gegen Ende bekam ich Krämpfe und konnte nicht voll durchziehen, doch ich bin glücklich, sehr starke Läuferinnen hinter mir gelassen zu haben.»

Im Vorfeld war man davon ausgegangen, dass eine Läuferin rund 3 Minuten auf ihre Bestzeit verlieren würde. Bei Neuenschwander war es rund 1 Minute, was sie als «sehr gute Leistung» betitelt. Das Zürcher Publikum sei unglaublich gewesen und habe sie zu Höchstleistungen gepusht. «Das habe ich mir immer erträumt für das Heimrennen.»

Spirig: «Es war total hart»

Auch Nicola Spirig konnte nach dem wettkampfmässigen Schlusspunkt ihres Ausflugs auf die Langstrecke lachen. Dass sie in der zweiten Hälfte einige Ränge verloren hat, kann sie verschmerzen. «Es war total hart und ich ging voll auf Risiko. Wir sind dann aber so schnell gestartet, dass es klar war, dass ich die zweite Hälfte langsam nehmen musste.» Alles in allem sei die Rennstrategie aber «eine gute Entscheidung» gewesen.

Trotz Kämpfen hat die Triathlon-Olympiasiegerin das Rennen genossen, «auch dank der Zuschauer, die unglaublich motivierend waren». Nun geht es für sie zurück zur Haupt-Disziplin Triathlon. «Die Vorbereitung und die EM waren eine sehr gute Sache und ich kann viel mitnehmen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.08.2014, 08:45

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6:20 min, vom 16.8.2014