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Leichtathletik-EM Schweizer Verband mit positiver EM-Bilanz

Swiss Athletics hat nach der Heim-EM in Zürich eine positive Bilanz gezogen. «Wir konnten Zeichen setzen», freute sich Peter Haas, der Leistungssportchef des Schweizer Verbands.

Legende: Video Die Bilanz von Leistungssportchef Peter Haas abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Aus sportlive vom 17.08.2014.

«Wir haben es geschafft, Glanzlichter zu setzen», urteilt Peter Haas. «Es gab Athleten, die hier Geschichte geschrieben haben.» Der Leistungssportchef von Swiss Athletics bezog sich dabei vorab auf den EM-Titel von Kariem Hussein sowie Mujinga Kambundjis Rekordjagd.

Medaillenvorgabe leicht übertroffen

Die Zielvorgaben hat die Schweizer Rekorddelegation von 53 Athletinnen und Athleten ebenfalls erfüllt. Mindestens eine Medaille wollte man an der Heim-EM holen. Dass es mit Husseins Triumph über 400 m Hürden ausgerechnet eine goldene sein würde, hätte wohl niemand erwartet. Dazu gesellte sich der 3. Platz der Marathon-Staffel, wobei die Auszeichnung von Viktor Röthlin, Tadesse Abraham und Christian Kreienbühl nicht in den offiziellen Medaillenspiegel einfliesst.

«Haben eine breite Basis»

Daneben hatte Swiss Athletics sechs Top-8-Plätze gefordert. Tatsächlich gab es neben Hussein mit Kambundji (4. über 100 m sowie 5. über 200 m), Viktor Röthlin (5. im Marathon) sowie den beiden 4x100-m-Staffeln (4. und 8.) fünf weitere Platzierungen in den besten Acht (Marathon-Staffeln ausgenommen). Die geforderten 14 Halbfinal-Klassierungen wurden mit 18 übertroffen. «Wir haben gezeigt, dass wir eine breite Basis von jungen Athletinnen und Athleten haben», betonte Haas.

«Ich sehe in dieser Mannschaft Potenzial für die nächsten sechs Jahre», fügte Haas hinzu. Zwei Drittel des Teams schnitten im Vergleich zu ihrer Papierform besser oder gleich gut ab.

Wermutstropfen zum Schluss

Doch auch der Leistungssportchef konnte die Enttäuschung nach dem Missgeschick von Mujinga Kambundji in der Frauen-Staffel nicht ganz verbergen. «Es wäre eine tolle Gelegenheit gewesen, eine Medaille mehr zu holen», urteilte Haas. Es mache schon weh, gestand er. Gleichzeitig sagte er aber auch: «Es ist bezeichnend, wie nahe Freud und Leid beisammen sind. Mujinga hat uns die Tage zuvor unglaublich viel Freude bereitet.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.8.14, 14:55 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Armin Bader, Zürich
    tja, und wer stopft das CHF 18 Millionen Defizit dieser EM? - der Zürcher Steuerzahler! Unglaublich, die beiden Fussballclubs zahlen teuer für ihr Stadion, das keines ist und die Randsportart Leichtathletik lebt wie ein Krösus von der öffentlichen Hand. Man möge diese Leichtathletikbahn im Letzigrund nun endlich sprengen und das Stadion fussballtauglich machen.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Bei allen Lobhudeleien vermisse ich den Dank an die Stadtzürcher Bevölkerung, die eine Woche lang zeitweise ein riesiges "Puff" im Verkehr gelassen über sich ergehen liess, vor allem bei den fünf grossen Strassenrennen. Wer mit dem Auto aus beruflichen Gründen viel unterwegs war, musste viel improvisieren, aber wir haben das alles stoisch hingenommen im Wissen, dass ein solcher Grossanlass in den nächsten paar Jahrzehnten in der Schweiz nicht mehr stattfinden wird. Danke an alle!!
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