Selina Büchel: Immer parat und wachsam

Im März ist Selina Büchel an der Hallen-WM mit einem 4. Platz ins Rampenlicht gelaufen. An der Heim-EM in Zürich werden die Scheinwerfer wieder auf die junge 800-m-Läuferin gerichtet sein. Das Ziel ist die Final-Qualifikation.

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Selina Büchel vor der Heim-EM

4:42 min, aus sportaktuell vom 28.7.2014

Sie möchte «taktisch ganz gute Rennen zeigen und die bestmögliche Leistung abrufen», sagt Selina Büchel in Vorfeld der Heim-EM in Zürich. Etwas konkreter heisst das für die Schweizer 800-m-Läuferin, «die Halbfinals zu erreichen und dort versuchen, irgendwie in den Final zu kommen.»

Der Exploit im März

Den Final erreichte Büchel im März an der Hallen-WM in Polen. Sie gewann ihren Vorlauf sensationell und machte auch im Endlauf der besten Sechs eine hervorragende Figur. Schliesslich fehlten der viertplatzierten Toggenburgerin 27 Hundertstel auf die Bronzemedaille.

Ihre Vorlauf-Zeit von 2:00,93 Minuten ist bis heute ihre beste Marke. Büchels Freiluft-Rekord liegt bei 2:01,66 - aufgestellt im letzten Jahr. In der aktuellen Saison liegt ihr Bestwert lediglich bei 2:02,51. Genau 100 Frauen sind in diesem Jahr schon schneller gelaufen als die 23-Jährige.

«Und am Schluss geht die Post ab»

Doch für die EM in Zürich muss dies nichts heissen. Zum einen kommt über die Hälfte der 100 schnelleren Läuferinnen nicht aus Europa. Zum anderen sind an Grossanlässen die Läufe in der Regel von sehr taktischer Natur.

«Der 800-m-Lauf ist ein kurzes Rennen», erklärt Büchel. Die Position sei sehr relevant und man müsse immer parat und wachsam sein. «Und am Schluss geht die Post ab.»

Das Hoffen auf die Chance

Die Mosnangerin arbeitet in ihrer Heimat zu 60 Prozent als Raumplanungszeichnerin. Während der Saison reduziert sie ihr Pensum etwas. «Die Arbeit ist ein guter Ausgleich zum Sport», sagt sie. «Hier werde ich geistig gefordert.»

Im Letzigrund wird Büchel am 13. August im Vorlauf ein 1. Mal gefordert sein. Tags darauf im Halbfinal und am 16. August im Endlauf sollen weitere Rennen folgen. Grenzen setzt sie sich keine: «Es ist eine Meisterschaft, vieles ist möglich. Ich hoffe auf meine Chance und werde bereit sein.»

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 28.07.14, 22:20 Uhr