Sprunger bricht mit der Medaille vor Augen ein

Für Léa Sprunger haben die Medaillenhoffnungen an der Hallen-EM in Belgrad ein abruptes Ende genommen. Die Romande lief über 400 Meter nur auf Rang 5. Auch Sprinter Pascal Mancini ging im 60-Meter-Final leer aus.

  • 400 Meter Frauen: Léa Sprunger zunächst auf Goldkurs, im Ziel geschlagene Fünfte
  • 60 Meter Männer: Pascal Mancini wird Sechster – 7 Hundertstel hinter Bronze

Léa Sprunger hatte bei ihren bislang zwei Auftritten an den kontinentalen Hallen-Titelkämpfen in Serbien ein grosses Versprechen abgelegt. Auch im Final entwickelte sich zuerst vieles im Sinne der 400-Meter-Spezialistin.

Sie kam als Führende aus der letzten Kurve – doch ab dann schien der Tank von Sprunger völlig leer. Die favorisierte Weltjahresbeste musste sich noch von 4 Gegnerinnen überholen lassen. Der Einbruch auf der Zielgeraden war auch für die Athletin selbst unerklärlich, die 26-Jährige erreichte das Ziel letztlich in enttäuschenden 53,08 Sekunden als 5.

Pascal Mancini sprintet.

Bildlegende: Pascal Mancini Der Freiburger konnte sich im Final nicht mehr steigern. Keystone

Die nächste Ehrenmeldung für Mancini

Trotz bester Reaktionszeit (0,146) ist Pascal Mancini wie vor 2 Jahren über 60 Meter am Podest vorbeigeschrammt. Nach Rang 5 im 2015 musste er sich diesmal mit Platz 6 begnügen. Im von Richard Kilty (Gb; 6,54) gewonnenen Rennen fehlten dem Freiburger 0,07 Sekunden auf den Bronzeplatz.

In 6,70 Sekunden kam Mancini knapp nicht mehr an seine Halbfinal-Leistung (6,66) heran.

Stabhochspringerin Angelica Moser konnte sich nur 2 gültige Versuche notieren lassen. Ihre übersprungenen 4,40 Meter bedeuteten zwar Saisonbestleistung, im internationalen Feld blieb die 19-Jährige damit an Position 11 aber ohne Aussicht auf ein Spitzenergebnis.

Vorausscheidungen: 4 Schweizerinnen setzen sich in Szene

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Büchel muss auf der letzten Runde kämpfen

0:36 min, vom 4.3.2017

  • 800 m Frauen
    Selina Büchel erarbeitete sich die Chance, ihren Titel aus dem Jahr 2015 verteidigen zu können. An Position 2 in 2:03,23 Minuten einlaufend, nahm die 25-jährige Toggenburgerin auch die Halbfinal-Hürde. Allerdings war ihr Auftritt nicht mehr ganz so überzeugend wie am Vortag: Am Freitag hatte sie in 2:03,11 Minuten noch die zweitbeste Zeit aller 19 Teilnehmerinnen aufgestellt. Von den 6 Finalistinnen war einzig Lovisa Lindh (Sd; 2:03,26) langsamer als Büchel.
    Final: Sonntag, 17:12 Uhr
  • 60 m Frauen
    Das weibliche Sprint-Trio fand gut in den Wettkampf und zog in globo in die nächste Runde ein. Erwartungsgemäss die schnellste Swiss-Athletics-Vertreterin war Mujinga Kambundji. In 7,24 Sekunden erzielte die Bernerin in der Gesamtabrechnung die 4.-beste Zeit, hat aber noch Luft nach oben. In der persönlichen Bestzeit von 7,35 ergatterten sich Ajla Del Ponte sowie Sarah Atcho (7,36) das Halbfinal-Ticket. – Halbfinals: Sonntag, 16:00 Uhr. – Final: Sonntag, 18:10 Uhr.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 03.03.2017 22:15 Uhr