Leichtathletik-Verband greift Antidoping Schweiz unter die Arme

Swiss Athletics setzt im Kampf gegen Doping ein starkes Zeichen: Die Verbandsführung entschied, Antidoping Schweiz mit 30'000 Franken zu unterstützen.

Swiss-Athletics-Präsident Christoph Seiler.

Bildlegende: Setzt sich für Doping-Kontrollen ein Swiss-Athletics-Präsident Christoph Seiler. Keystone

Das Problem ist bekannt: Fehlendes Geld bei Antidoping Schweiz verunmöglicht umfassende Kontrollen in der Leichtathletik. Weil der Leichtathletikverband keine Athleten an internationale Meisterschaften schicken möchte, die nicht kontrolliert werden, greift er Antidoping Schweiz unter die Arme.

«  Die Unabhängigkeit von Antidoping Schweiz muss gewahrt bleiben. »

Christoph Seiler
Präsident Swiss Athletics

Wie Präsident Christoph Seiler bekannt gab, will Swiss Athletics den Antidoping-Kampf mit 30'000 Franken unterstützen. Mit dieser Summe soll ein Teil des finanziellen Loches gestopft werden. «Im Moment sehen wir keine andere Möglichkeit», so Seiler.

Spende vorerst nur in diesem Jahr

Vorerst wird der Betrag nur 2017 ausgeschüttet. Über eine Fortführung der Unterstützung wird von Jahr zu Jahr entschieden. Seiler betonte aber, dass «die Unabhängigkeit von Antidoping Schweiz gewahrt bleiben muss, wenn es darum geht zu entscheiden, wann und wo diese zusätzlichen Kontrollen durchgeführt werden.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 23.5.17