Luzern ruft, die Stars kommen

Noch nie war das Meeting Spitzenleichtathletik Luzern so gut besetzt wie in diesem Jahr. Und auch von den Schweizer Aushängeschildern Selina Büchel, Noëmi Zbären und Mujinga Kambundji darf einiges erwartet werden. Einer könnte am Dienstagabend aber allen die Show stehlen.

Ein lächelnder Asafa Powell posiert in Luzern für die Fotografen.

Bildlegende: Die Hauptattraktion Asafa Powell ist auch in diesem Jahr wieder in Luzern dabei. Keystone

Zum dritten Mal nach 2003 und 2014 nimmt er Anlauf, es in Luzern endlich aufs Podest zu schaffen. Doch eigentlich erwartet er von sich selber nichts anderes als einen Sieg. Asafa Powell, der viertschnellste Mann aller Zeiten, ist beim Meeting in der Zentralschweiz zweifelsohne der Star des Abends.

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Powells Comeback in Luzern

1:39 min, aus sportaktuell vom 15.7.2014

Im vergangenen Jahr bestritt er an selber Stätte sein erstes Rennen nach der Aufhebung seiner Dopingsperre. Dass er heuer erneut dabei ist, hat auch mit Dankbarkeit zu tun. Die Organisatoren hätten im letzten Jahr nicht gezögert, ihn starten zu lassen, so der jamaikanische Sprinter, der mit 9,81 Sekunden Rang 2 in der Jahresweltbestenliste belegt. Nun habe er nicht gezögert, wieder nach Luzern zu kommen.

Büchel und Zbären in Topform

Aus Schweizer Sicht darf man sich vor allem auf 800-m-Läuferin Selina Büchel freuen. Die 23-jährige Toggenburgerin ist 2015 elf Rennen gelaufen, zehn davon hat sie gewonnen, zuletzt dasjenige an der Athletissima in Lausanne. In Luzern will sie wieder unter der magischen Marke von 2 Minuten bleiben. Auf der Pontaise hatte sie dieses Vorhaben ziemlich deutlich verpasst.

Ein weiteres Highlight ist das Rennen über 100 m Hürden. Am Samstag hat Noëmi Zbären als erste Schweizerin an einer U23-EM eine Goldmedaille gewonnen. In Luzern kann die 21-Jährige ihre Form gegen hochkarätige Gegnerinnen wie die Jahresschnellste Sharika Nelvis oder Weltmeisterin Brianna Rollins (beide USA) unter Beweis stellen.

Kambundjis Testlauf nach Pause

Ihr erstes Einzelrennen über 100 m seit Anfang Juni wird Mujinga Kambundji bestreiten. Wegen Rückenproblemen musste die Bernerin bis zur Athletissima pausieren, wo sie über 200 m und in der Staffel ihr Comeback gab. Über 100 m hatte sie vor der Verletzungspause in Genf mit 11,31 Sekunden ihre Saisonbestleistung aufgestellt. «Ich weiss nicht genau, was ich erwarten kann», so die 23-Jährige.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 14.07.2015, 07:00 Uhr