Marathon-Läuferin Jeptoo positiv getestet

Die Leichtathletik hat einen weiteren prominenten Dopingfall: Die Kenianerin Rita Jeptoo, einer der bestimmenden Marathon-Läuferinnen der letzten Jahre, ist positiv getestet worden.

Rita Jeptoo.

Bildlegende: Unter Dopingverdacht Rita Jeptoo, die Silbermedaillen-Gewinnerin an den Olympischen Spielen in London, wurde positiv getestet. EQ Images

Rita Jeptoo wurde bei einer Trainingskontrolle vor ihrem Sieg in Chicago positiv auf eine verbotene Substanz getestet. Dies bestätigte ihr Agent Federico Rosa. Auf welche Substanz Jeptoo bei einer Kontrolle ausserhalb der Wettkämpfe in Kenia positiv getestet wurde, wollte ihr Berater Rosa zunächst nicht kommentieren.

Bereits der 2. Fall innert kurzer Zeit

Jeptoo hat dreimal den Boston- (2006, 2013 und 2014) und zweimal den Chicago-Marathon (2013 und 2014) gewonnen. Vor dem abschliessenden Rennen der World Marathon Majors (WMM) in New York am kommenden Sonntag, an dem die 33-Jährige planmässig nicht teilnimmt, steht Jeptoo bereits als Gesamtsiegerin der Saison 2013/14 fest.

Sollte sich der positive A-Test mit der B-Probe bestätigen, würde die Afrikanerin den Titel und die damit verbundenen 500'000 Dollar Siegprämie verlieren. «Wir haben mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen, dass es bei Rita Jeptoo offensichtlich eine positive A-Probe gibt», hiess es in einer Mitteilung der WMM-Organisatoren.

In diesem Frühjahr war bekanntgeworden, dass die Russin Lilija Schobuchowa, die die WMM-Serien 2009/2010 und 2010/2011 für sich entschieden und dreimal den Chicago-Marathon gewonnen hatte, des Dopings überführt worden war.