Marathon-Schallmauer nicht geknackt

Olympiasieger Eliud Kipchoge hat es nicht geschafft, den Marathon als erster Mensch unter zwei Stunden zu laufen. Der Kenianer verpasste die magische Marke über 42,195 km auf der Formel-1-Strecke von Monza um 26 Sekunden.

Eliud Kipchoge im leuchtroten Trikot.

Bildlegende: Scheiterte trotz grossem Aufwand Eliud Kipchoge im leuchtroten Trikot. Reuters

Der Olympia-Sieger von Rio 2016 benötigte im Rahmen des Projekts Breaking2 auf der Formel-1-Strecke in Monza 2:00:25 Stunden. Kipchoges Bestzeit wird wegen den fast laborartigen Bedingungen allerdings nicht als Weltrekord anerkannt. So wurden beispielsweise die Pacemaker fortlaufend ein- und ausgewechselt.

Lange auf Kurs

Lange Zeit sah es für Kipchoge nicht schlecht aus. Doch ab Kilometer 35 vermochte er das Tempo von 2:50 Minuten pro Kilometer oder 17 Sekunden pro 100 Meter nicht mehr ganz zu halten. 7 Kilometer vor dem Ziel wies der 32-Jährige aber erst fünf Sekunden Rückstand auf den ambitiösen Fahrplan auf.

Der Angriff galt nicht dem Weltrekord von 2:02:57 Stunden, den der Kenianer Dennis Kimetto 2014 in Berlin aufgestellte hatte. Der Angriff galt der Zweistunden-Marke. Doch es erwies sich, dass drei Minuten weniger auf der klassischen 42,195-Kilometer-Distanz sehr viel sind.

Kipchoge auf der Formel-1-Strecke in Monza

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Marathon-Rekordversuch nicht erfolgreich

0:22 min, vom 6.5.2017

Sendebezug: Radio SRF 3, Morbenbulletin, 6.5.2017, 8:40 Uhr