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Nach Disqualifikation Sprunger-Coach Meuwly: «Hart zu akzeptieren»

Für Lea Sprunger endete ein weiterer Grossanlass mit einer Enttäuschung. Ihr Coach Laurent Meuwly nimmt Stellung.

Legende: Video Meuwly erklärt Disqualifikation von Sprunger (franz.) abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 03.03.2018.

Vermeintlich souverän war Lea Sprunger am Freitag bei der Hallen-WM in Birmingham über 400 m in den Final eingezogen. Die Hiobsbotschaft erreichte die Waadtländerin wenige Minuten nach dem Rennen: Disqualifikation. Der Grund: Sprunger hatte unerlaubterweise ihre Bahn verlassen.

Coach Laurent Meuwly schilderte den Vorfall wie folgt: « Die Videorichter haben uns einen Schritt von Lea gezeigt, bei dem sie mit ihrem Aussenfuss die innere Linie berührt. Die Frage war nicht, ob sie die Linie berührt hat oder nicht. Vielmehr ging es darum, ob sie die Kurve fertig gelaufen hatte. So wie wir das gesehen haben, war das der Fall.»

Der Fehltritt, der zur Disqualifikation führte
Legende: Der Fehltritt, der zur Disqualifikation führte Lea Sprunger veröffentlichte dieses Foto auf Instagram. Instagram/Lea Sprunger

Probleme auf den Aussenbahnen

Die Offiziellen sahen dies anders und werteten einen Regelverstoss. Auch der Protest von Swiss Athletics wurde abgeschmettert. «Aufgrund diverser Entscheidungen bin ich der Meinung, dass nicht alle Bahnen und Läufer gleich angeschaut wurden», haderte Meuwly. Insbesondere auf den Bahnen 5 und 6 sei es zu zahlreichen Übertretungen gekommen.

Es braucht viele gute Resultate, um Balsam auf diese Wunden zu legen.
Autor: Laurent MeuwlyCoach Lea Sprunger

Für Sprunger endete damit ein weiterer Grossanlass mit einem herben Dämpfer:

  • Vor Jahresfrist war die Waadtländerin an der Hallen-WM in Belgrad auf Medaillenkurs, brach auf der Zielgeraden aber komplett ein.
  • Bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 scheiterte Sprunger bereits im Vorlauf. «Ich habe den schlechtesten Lauf meines Lebens gezeigt», sagte sie damals.

«Sie darf jetzt nicht glauben, dass es sich um einen Fluch handelt», warnte Meuwly.

Verarbeitung wird lange dauern

Die Enttäuschung bei Sprunger, die sich nicht äussern wollte, sass selbstredend tief. «Sie hat monatelang auf dieses Ziel hingearbeitet. Sie hat sich keinen unerlaubten Vorteil verschafft. Das ist sehr schwer zu akzeptieren», erklärt der Coach. «Das ist nicht etwas, das man über Nacht vergessen kann. Es braucht viele gute Resultate, um Balsam auf diese Wunden zu legen.»

Legende: Video Meuwly: «Schwierig, das Positive zu sehen» (franz.) abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 03.03.2018.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 2.3.18, 22:35 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Knecht (Marco Knecht)
    Es tut uns allen leid für Lea aber das Problem wird falsch analysiert. Das Reglement ist klar...Ubertretung = disqualifikation. Lea Sprunger kennt sicher das Reglement...Lea hat ein Fehler gemacht nicht der Kampfrichter. Wenn eine Frage...dann... "Sind alle gleich behandelt worden?"... es scheint eher ja. Wenn sie auf diesem Niveau laufen will (sie hat sicher das Potential)...kann Sie sich nicht so dummen Fehler leisten. Hoooooooooop Lea
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Fragt sich ob die Funktionäre überhaupt dem Leistungsniveau noch gewachsen sind? Glaube eher nein!
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  • Kommentar von Hilmar Lange (Sportbegeistert)
    Ich kann die Emotionen teilen. Was genau war sehen wir nicht genau. Ich frage mich jedoch dabei wo war das linke Bein vor- und nachher. Auf dem Bild ist ihr rechtes Bein zu sehen . Und das ist an der Linie! ??? Das hat weniger mit Funktionären zu tun. Vielleicht hat auch jemand von aussen einem anderen Verband Einspruch erhoben?
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