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Leichtathletik Nicht mehr für Kuba: Hürden-Star Robles hat genug

Der frühere Hürden-Weltrekordler Dayron Robles will gemäss dem kubanischen Leichtathletik-Verband nicht mehr für sein Heimatland laufen. Ob der Olympiasieger von 2008 seine Karriere fortsetzen wird, ist unklar.

Dayron Robles will nicht mehr für sein Heimatland Kuba starten.
Legende: Keine Lust mehr Dayron Robles will nicht mehr für sein Heimatland Kuba starten. Reuters

«Der Entscheid ist offiziell», sagte Jorge Luis Sanchez vom Leichtathletik-Verband des karibischen Landes einer örtlichen Tageszeitung: «Robles will nicht länger unserer Nationalmannschaft angehören. Er hat um seinen Ausschluss gebeten, und wir haben zugestimmt.»

Im Stich gelassen

Robles fühlt sich von den Sportfunktionären in seiner Heimat im Stich gelassen. Niemand spreche mit ihm, niemand besuche ihn. Sie würden ihn nicht wie eine Person, wie einen Athleten behandeln, sagte Robles' Trainer Santiago Antunas.

Ob der von vielen Verletzungen geplagte Robles, 2008 in Peking Olympiasieger im 110-m-Hürdensprint, seine Karriere beendet oder künftig für ein anderes Land läuft, ist noch offen.

Rückschläge in London und Daegu

Der 26-Jährige kann ohne Zugehörigkeit zu Kubas Nationalteam nicht an der WM in Moskau (10. bis 18. August) teilnehmen. An den Olympischen Spielen 2012 in London war Robles im Finallauf verletzungsbedingt ausgeschieden. Seither hat er keinen Wettkampf mehr bestritten.

Bereits ein Jahr zuvor hatte Robles einen Dämpfer hinnehmen müssen. An der WM in Daegu wurde er nach seinem Sieg disqualifiziert, da er den Chinesen Xiang Liu während des Rennens behindert haben soll.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Falsch, Herr Grassi. SIE müssten diesen Artikel etwas genauer lesen. Es steht deutlich geschrieben, dass Robles NICHT MEHR für Kuba starten will. Er HAT bereits um Unterstützung gebeten und diese nicht bekommen. In anderen Meldungen heisst es sogar, dass er seinen definitiven Rücktritt von der Leichtathletik bekanntgegeben habe, aber das ist noch nicht hochoffiziell bestätigt. Und was das Instrumentalisieren betrifft: Doch, das stimmt, die unten Erwähnten sind die beiden Bekanntesten.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Endlich wagt es jetzt auch jemand aus Kuba, Kritik zu äussern. Zeigt sich die "Wende" allmählich auch im Sport? Wenn ich daran denke, dass seinerzeit ein Alberto Juantorena und ein Teofilo Stevenson ungeniert für Fidel Castro Propaganda betrieben, während die kubanische Soldateska in Angola Tausende von Leuten massakrierte, tut es gut, endlich einen solchen Athleten zu erleben. Robles ist immer noch jung genug, um schon ab dem nächsten Jahr für eine andere Nation starten zu können.
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    1. Antwort von Peter Grassi, Zürich
      Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Es ist nicht etwa so, dass Kuba ihn instrumentalisieren möchte. Im Gegenteil: Der Verband ignoriert ihn scheinbar und er will Unterstützung.
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