Powell als Hauptattraktion beim Meeting in Luzern

Das internationale Leichtathletik-Meeting in Luzern präsentiert auch dieses Jahr ein Top-Teilnehmerfeld. Hauptattraktion am Dienstagabend ist der ehemalige 100-m-Weltrekordhalter Asafa Powell, der nach einer einjährigen Dopingsperre sein Comeback gibt.

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Asafa Powell vor dem Meeting in Luzern

2:38 min, aus sportaktuell vom 14.7.2014

«Ich fühle mich wie eine Jungfrau», sagte Powell vor seinem 1. Auftritt nach der Dopingsperre. Er sei sehr aufgeregt, schliesslich seien die Wettkämpfe das, was er liebe. Seinen bislang letzten grossen Auftritt hatte der Staffel-Weltmeister und Staffel-Olympiasieger vor einem Jahr in Lausanne.

Spannung über 100 m Hürden

Eine spannende Affiche verspricht das Rennen über 100 m Hürden der Frauen, bei dem es zum Duell zwischen Weltmeisterin Brianna Rollins (USA) und Olympiasiegerin Sally Pearson (Au) kommt.

Weitere Stars in Luzern sind die jamaikanische Sprinterin Veronica Campbell-Brown, die siebenfache Olympia- und elffache WM-Medaillengewinnerin, sowie die dreifache Weitsprung-Weltmeisterin Brittney Reese (USA) und die Kugelstösserin Valerie Adams, die seit 51 Wettkämpfen ungeschlagen ist.

Weitere Möglichkeit für EM-Limite

Für die Schweizer Athleten ist das Meeting einen Monat vor der EM in Zürich eine weitere Möglichkeit, die Limite für die Titelkämpfe zu schaffen. Angeführt werden die Athleten von Swiss Athletics von Nicole Büchler und Mujinga Kambundji. Auch Irene Pusterla, Lisa Urech und Marisa Lavanchy sind am Start.

Kambundji: «Will den Rekord verbessern»

In blendender Verfassung ist Kambundji. Die 22-Jährige verbesserte vor einem Monat in Genf mit 11,33 Sekunden den 13 Jahre alten Schweizer Rekord über 100 m. «Es liegt noch mehr drin. Das Ziel ist es, den Rekord in Luzern noch einmal zu verbessern», so Kambundji.

Büchler will ihre aufsteigende Form auf der Allmend bestätigen. Vor einem Jahr hatte die 30-jährige Bernerin mit 4,61 m einen Schweizer Rekord aufgestellt.

Powells Sperre reduziert

Der Internationale Sportgerichtshof hat die Sperren gegen Asafa Powell und Sherone Simpson von 18 auf 6 Monate reduziert. Die Jamaikaner waren im Juni 2013 positiv auf das Stimulanzium Oxilofrin getestet worden. Beide haben die Sperren mittlerweile abgesessen.