Schweizer Highlights: Kommt das Beste zum Schluss?

Mit den 100-m-Läufen der Zehnkämpfer beginnt am Dienstagmorgen die Leichtathletik-EM in Zürich. Die voraussichtlichen Highlights aus Schweizer Sicht finden jedoch erst am Schlusstag statt: Der Marathon der Männer und die 4x100-m-Staffel der Frauen.

Tadesse Abraham

Bildlegende: Tadesse Abraham Der Marathonläufer zusammen mit dem EM-Maskottchen «Cooly». EQ Images

53 Schweizer Athletinnen und Athleten sind für die EM in Zürich selektioniert worden, so viele wie noch nie vor Europameisterschaften. Medaillenanwärter sind nur wenige darunter.

Dennoch ist das Aufgebot gerechtfertigt. Den 34 Neulingen soll ermöglicht werden, Erfahrungen bei Grossanlässen zu sammeln. Seit 2008 hat sich Swiss Athletics mit dem Projekt «Swiss Starters» auf die EM vorbereitet. Ein weiterer Anreiz: Schweizer Teilnehmer erhöhen das Publikumsaufkommen in den Vorläufen und verbessern die Stimmung im Stadion.

Männer-Marathon als Highlight

Heissester Medaillenkandidat ist Marathon-Läufer Tadesse Abraham. Der gebürtige Eritreer hat 2013 beim Zürich Marathon mit 2:07,44 Stunden die beste europäische Zeit der letzten 2 Jahre erzielt.

Titelverteidiger Viktor Röthlin hatte heuer zwar noch keinen Exploit. Dem 39-jährigen Obwaldner könnten aber seine akribische Vorbereitung sowie die Streckenführung zugute kommen. Der Marathon, der am letzten Wettkampftag (17. August) stattfindet und in dem die Schweiz auch eine Teammedaille anstrebt, (Top 3 jeder Nation), führt in vier Runden entlang dem Seebecken und durch die Stadt hinauf auf die ETH-Terrasse.

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Die Schweizer Frauen-Staffel im Porträt

4:10 min, vom 9.8.2014

Sprintstaffel mit Medaillenchancen

In den Stadion-Wettkämpfen liebäugelt die 4x100-m-Staffel der Frauen mit einer Medaille. Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy sowie Ellen und Lea Sprunger liefen an der Athletissima erstmals unter 43 Sekunden (42,94). Dies ist Rang 4 in der diesjährigen europäischen Bestenliste.

Das Quartett ist zwar eingespielt und formstark - gegen die starken Nationen
Niederlande, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich oder die Ukraine benötigen die Schweizerinnen wohl dennoch etwas Glück, um am Schlusstag aufs Treppchen steigen zu können.

Ein knappes Dutzend mit Finalchancen

Einen Finalplatz haben einige Athletinnen und Athleten im Visier, die sich heuer in den europäischen Top 10 befinden: Kariem Hussein (400 m Hürden/6.), Nicole Büchler (Stab/7.), Fabienne Schlumpf (3000 m Steeple/9.) und Noemi Zbären (100 m Hürden/10.).

Auch Selina Büchel (800 m), Mujinga Kambundji (100, 200 m), Lea Sprunger (200 m), Lisa Urech (100 m Hürden), Irene Pusterla (Weit) und Alex Wilson (200 m) hoffen auf eine Qualifikation für den Final-Durchgang. Mit einem Top-8-Platz liebäugelt Marathonläuferin Maja Neuenschwander. Nur elf Europäerinnen waren 2014 besser als die Bernerin.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 16.07.-11.08.2014, jeweils 22:20 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die EM in Zürich ab Dienstag täglich während mehreren Stunden auf SRF zwei und hier im Livestream.