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Leichtathletik Vor 30 Jahren: Günthör bringt das Stadio Olimpico zum Schweigen

Am 29. August 1987 schreibt Werner Günthör Sportgeschichte: Der Thurgauer Kugelstösser wird in Rom als 1. Schweizer überhaupt Weltmeister in einer Leichtathletik-Disziplin. Sehr zum Unmut der italienischen Zuschauer.

Vor 30 Jahren schafft Werner Günthör Historisches: Der 2-Meter-Hüne entscheidet an der Leichtathletik-WM in Rom das Kugelstossen überlegen für sich und kürt sich zum Champion. Vor ihm gelang es noch nie einem Schweizer oder einer Schweizerin, sich in einer Leichtathletik-Disziplin WM-Gold zu sichern.

Im Hexenkessel cool geblieben

«Kugel-Werni», so der Übername Günthörs, gelingt das Kunststück, obwohl das ganze Stadion gegen ihn ist. Der Grossteil der 60'000 Zuschauer im Stadio Olimpico will nicht den Schweizer siegen sehen, sondern den Italiener Alessandro Andrei. Und die «Spettatori» lassen dies Günthör auch wissen: Sie pfeifen den Schweizer bei dessen Versuchen gnadenlos aus.

Günthör bleibt aber cool und landet im 4. Versuch mit 22,12 m eine Weite, die von der Konkurrenz nicht erreicht wird. Bei seinem 6. Stoss setzt der Ostschweizer noch einen drauf und wuchtet die Kugel gar auf 22,23 m. Spätestens jetzt herrscht «Ruhe im Karton».

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