Weltklasse Zürich: Ein Foto-Finish als Highlight

Beim Diamond-League-Meeting in Zürich haben vor allem die Sprinter(innen) überzeugt. Elaine Thompson und Dafne Schippers lieferten sich ein packendes Rennen über 200 m. 16 Athleten gewinnen das Diamond Race.

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Die internationalen Highlights aus dem Letzigrund

2:49 min, aus sportaktuell vom 1.9.2016

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Thompson nach ihrer Zürich-Premiere

0:58 min, vom 1.9.2016

200 m: Doppel-Olympiasiegerin Thompson siegt hauchdünn

Dafne Schippers hat die Revanche für die Niederlage in Rio hauchdünn verpasst. Die Niederländerin, Weltmeisterin von 2015 in Moskau und Olympia-Zweite, führte bis 5 Meter vor dem Ziel. Dann wurde sie von Elaine Thompson doch noch überflügelt. Die Doppel-Olympiasiegerin aus Jamaika siegte in der zweitbesten in diesem Jahr gelaufenen Zeit (21,85 Sekunden) und war nur eine Hundertstelsekunde schneller als Schippers. Der DL-Meeting-Rekord gehört neu Thompson. Schippers kann sich mit dem Gewinn des Diamond Race trösten.

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Powell souverän: Das 100-m-Rennen der Männer

0:34 min, vom 1.9.2016

100 m: Powell erneut unter 10 Sekunden

Asafa Powell setzte sich wie schon in Lausanne durch. In 9,94 Sekunden blieb der Jamaikaner zum 97. Mal unter 10 Sekunden.

100 m Hürden/800 m: Harrison und Semenya souverän

Weltrekordhalterin Kendra Harrison aus den USA feierte einen standesgemässen Sieg (12,63 s). Eine Verbesserung des Weltrekords blieb trotz idealen Bedingungen am lauen Sommerabend in Zürich jedoch ausser Reichweite. Olympiasiegerin Caster Semenya siegte über 800 m.

5000 m: Gebrhiwet setzt sich durch

Der Äthiopier Hagos Gebrhiwet sicherte sich in 13:14,82 Minuten den Sieg über 5000 m. Der Bronze-Gewinner von Rio setzte 250 Meter vor Schluss zum Endspurt an und überholte den lange einsam an der Spitze laufenden Evan Jager (USA), der hinter dem Olympia-Zweiten Paul Chelimo (USA) Dritter wurde.

Stabhochsprung: Lavillenie unangetastet

Renaud Lavillenie hat sich den 7. Diamond-Race-Sieg in Folge gesichert (alle bisherigen Austragungen gingen an ihn) und damit 40'000 Dollar eingeheimst. Der Franzose gewann ex aequo mit dem Amerikaner Sam Kendricks (5,90 m). Olympiasieger Thiago Braz aus Brasilien steigerte sich nach verhaltenem Start. Nachdem er für die 5,52-m-Marke noch 3 Versuche benötigt hatte, schaffte er es noch auf Rang 3 (5,84 m).

Dreisprung/3000 m Steeple: Taylors Meeting-Rekord

Christian Taylor (USA) sprang mit 17,80 m neuen Meeting-Rekord. Der Weltrekord bleibt im Besitz des Briten Jonathan Edwards (18,29 m, 1995). Weltrekordhalterin Ruth Jebet aus Bahrain gewann das 3000-m-Steeple-Rennen.

Kugelstossen der Männer: Walsh überragt

Olympiasieger Ryan Crouser (USA) musste sich mit Rang 2 begnügen. Tom Walsh überflügelte ihn um 20 Zentimeter (22,20 m) und egalisierte damit den Ozeanien-Rekord. Der Neuseeländer sicherte sich zudem die Siegprämie.

16 Sieger in der Diamond-Race-Wertung (letztes Meeting am 9.9. in Brüssel)

Männer
100 m: Asafa Powell (Jam)
400 m: LaShawn Merritt (USA)
5000 m: Hagos Gebrhiwet (Äth)
400 m Hürden: Kerron Clement (USA)
Stab: Renaud Lavillenie (Fr)
Drei: Christian Taylor (USA)
Speer: Jakub Vadlejch (Tsch)
Kugel: Tom Walsh (Neus)

Frauen
200 m: Dafne Schippers (Ho)
800 m: Caster Semenya (SA)
1500 m: Laura Muir (Gb)
100 m Hürden: Kendra Harrison (USA)
3000 m Steeple: Ruth Jebet (Bahrain)
Hoch: Ruth Beitia (Sp)
Weit: Ivana Spanovic (Serb)
Diskus: Sandra Perkovic (Kro)

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 01.09.2016, 20:00 Uhr