Björgen und Kriukow Weltmeister - Schweizer im Viertelfinal out

Marit Björgen und Nikita Krjukow haben sich im Klassisch-Sprint die ersten Goldmedaillen an der Nordisch-WM in Val di Fiemme gesichert. Die 3 Schweizer, die sich für K.o.-Phase qualifiziert hatten, sind alle im Viertelfinal ausgeschieden.

Marit Björgen holte sich überlegen ihre 9. WM-Goldmedaille, es war ihr 15. WM-Edelmetall insgesamt. Sie profitierte nicht zuletzt von einem Sturz ihrer Rivalin Justyna Kowalczyk (Pol). Die Führende im Gesamtweltcup musste sich schliesslich mit Platz 6 zufrieden geben. Silber ging an die Schwedin Ida Ingemarsdotter, Maiken Caspersen Falla (No) komplettierte das skandinavische Podest.

«Ich hatte in den letzten Tagen kein gutes Gefühl», meinte Björgen nach dem Rennen, «deshalb bin ich nun umso glücklicher.»

Kriukow überflügelt Northug

Bei den Männern setzte sich Olympiasieger Nikita Krjukow vor Favorit Petter Northug durch. Der Norweger musste sich kurz vor der Zielgeraden noch vom Russen überholen lassen. Dritter wurde der Kanadier Alex Harvey.

Grosses Pech bekundete Alexej Poltoranin. Beim Sieger des Weltcup-Sprints in Davos brach beim Start zum Halbfinal der Stock, worauf der Kasache aus der Entscheidung fiel.

Laurien van der Graaff.

Bildlegende: Im Pech Laurien van der Graaff. Keystone

Van der Graaff stürzt

Der einzigen Schweizerin im Sprint-Viertelfinal, Laurien van der Graaff, wurde ein Sturz kurz vor dem Ziel zum Verhängnis. Die Sprint-Spezialistin fiel an den Schluss der Gruppe zurück und konnte sich auf den wenigen verbleibenden Metern nicht mehr nach vorne kämpfen.

Sie verlor schliesslich über 11 Sekunden auf die Bestzeit in ihrem Lauf, welche die Schwedin Stina Nilsson aufgestellt hatte.

Dario Cologna nicht am Start

Auch den Männern war wenig Glück beschieden. Gianluca Cologna, als 17. bester Schweizer in der Qualifikation, beendete seinen Lauf auf dem 6. und letzten Rang. Jovian Hediger wurde 5., verpasste die Halbfinals aber ebenfalls deutlich.

Bettina Gruber, Valerio Leccardi und Ueli Schnider waren bereits in der Qualifikation am Morgen hängen geblieben. Dario Cologna hatte frühzeitig auf einen Start verzichtet.