Polen holt Gold – Ammann tankt Mut

Mit Polen hat sich an der WM in Lahti das favorisierte Quartett beim Team-Wettkampf der Skispringer auf der Grossschanze durchgesetzt. Die Schweizer waren bei der Entscheidung nur noch Statisten, Simon Ammann blies aber nicht Trübsal.

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Jubelstimmung bei den Polen, positive Gefühle bei Ammann

0:42 min, aus sportaktuell vom 4.3.2017

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  • Zukunftsvisionen: Bei Simon Ammann sind wieder neue Perspektiven da

In der Summe waren Piotr Zyla, Dawid Kubacki, Maciej Kot und Kamil Stoch bei der vorletzten Entscheidung an der Nordisch-WM nicht zu bezwingen. Mit 1104,2 Punkten waren sie der Konkurrenz enteilt. Der abgelöste Titelhalter Norwegen kam als Zweiter auf 1078,5 Punkte.

Die Skandinavier können sich für ihre Silbermedaille bei Petrus bedanken. Sie, die eigentlich schon klar auf Platz 4 geschlagen waren, zogen aus den Windturbulenzen Profit, die im 2. Durchgang kurzzeitig auftraten. Stefan Kraft sicherte dem österreichischen Team die Bronzemedaille.

Simon Ammann als Lichtblick

Für das Schweizer Quartett hatte der Teamwettkampf wie schon bei den 2 vorausgegangenen Weltmeisterschaften vorzeitig nach dem 1. Durchgang geendet. Gregor Deschwanden, Andreas Schuler, Killian Peier und Simon Ammann verpassten den angepeilten Finaldurchgang der Top 8 deutlich. Auf Rang 10 konnten nur die USA und Kasachstan in Schach gehalten werden.

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Ammann: «Die Torraumkamera hatte auch lange bis sie kam»

3:17 min, vom 4.3.2017

Gleichwohl fanden die Titelkämpfe einen versöhnlichen Abschluss für Ammann. Denn der Toggenburger zeigte weitere Fortschritte, er segelte auf 123,5 Meter und landete sauber. Wie seine Reaktion im Auslauf untermauert, dürfte ihn dieser Sprung für sein Vorhaben in Zukunft beflügeln. «Alles in allem war es einer meiner schönsten Sprünge hier», kommentierte der Teamsenior.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 04.03.2017 16:10 Uhr