Fasel: «Peking hat die besseren Chancen»

Am Freitag werden in Kuala Lumpur die Olympischen Winterspiele 2022 vergeben. Das Schweizer IOC-Mitglied René Fasel weiss, wer im Rennen zwischen Peking und Almaty Vorteile hat, und bedauert, dass es keine Schweizer Bewerbung gibt.

René Fasel gibt an einer Medienkonferenz Auskunft.

Bildlegende: René Fasel Schweizer IOC-Mitglied und Präsident des internationalen Eishockeyverbandes. Keystone

Nach dem Rückzug mehrerer Kandidaten bleiben nur noch Peking und Almaty im Rennen um die Vergabe von Olympia 2022. Für Fasel gibt es einen klaren Favoriten. «Peking hat bessere Chancen, weil China 3 IOC-Mitglieder hat, Kasachstan keines.»

Vor der Wahl kritisierten politische Kreise, dass in beiden Ländern Missstände herrschen und es zu Menschenrechtsverletzungen kommen würde. Fasel hält den negativen Stimmen entgegen: «Jeder soll vor der eigenen Türe wischen. Wir haben andere Ziele als die Politik. Für uns zählt die Förderung des Sports und dass wir Menschen zusammenbringen.»

Dennoch hat die Wahl für den Präsidenten des internationalen Eishockeyverbandes einen faden Beigeschmack. Zum einen, weil nach Pyeongchang 2018 und Tokio 2020 Olympia dreimal in Folge in Asien stattfindet. Zum anderen, weil es keine Schweizer Bewerbung gibt. «Wir hätten mit St. Moritz gute Chancen gehabt. Ich hoffe, dass es 2026 einen neuen Versuch gibt.»

Jugend-Spiele in Lausanne?

Neben der Vergabe der olympischen Winterspiele 2022 steht am Freitag
in Kuala Lumpur auch Wahl des Austragungsortes der Jugend-Winterspiele
auf dem Programm. Dabei hat Lausanne gute Chancen, die Wahl zu gewinnen.
Einziger Kontrahent ist Brasov in Rumänien.

Wer macht das Rennen um die Winterspiele 2022?

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