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Kein Olympia, keine Einnahmen Harting: «Für Olympioniken ist es eine Katastrophe»

Der ehemalige deutsche Diskuswerfer Robert Harting glaubt, dass die Olympia-Verschiebung für gewisse Athleten verheerende Folgen haben könnte.

Robert Harting
Legende: Macht sich Sorgen um die Zukunft der Olympioniken Robert Harting Keystone

Robert Harting zeichnet nach der Verschiebung der Olympischen Spiele ein aus Sportlersicht düsteres Bild. «Das ist für Olympioniken eine Katastrophe», sagte der Diskuswurf-Olympiasieger von 2012. Dabei warnte Harting vor den sowohl mental als auch finanziell verheerenden Folgen für die Athleten.

Diese Verschiebung kann für einige Sportler ein Grund für das Karriereende sein.
Autor: Robert Harting

Um seiner Sichtweise Nachdruck zu verleihen, zog der 2018 zurückgetretene Harting einen Vergleich mit dem Fussball: «Die Fussballer verdienen über eine ganze Saison lang fast gleichbleibend (viel) Geld. Die Einzelsportler hingegen vor allem in der Zeit eines Grossevents. Und das bricht durch die Olympia-Verschiebung jetzt fast komplett weg», so der 35-Jährige.

Die Luft ist bei vielen ganz sicher für Monate raus.
Autor: Robert Harting

Zudem sei der sportliche Höhepunkt für die Athleten nun nicht mehr da. «Diese Verschiebung kann für einige Sportler ein Grund für das Karriereende sein. Und selbst wenn man noch viele Jahre weitermachen möchte, die Luft ist bei vielen ganz sicher für Monate raus», sagte der ältere Bruder von Christoph Harting, dem Diskus-Olympiasieger von 2016.

Einverstanden mit IOC-Entscheid

Trotz Hartings Bedenken, was die unmittelbare Zukunft vieler Olympioniken angeht, steht der Deutsche vollkommen hinter dem Entscheid, die Sommerspiele zu verschieben: «Alles andere, als sich der Weltgesundheit zu stellen, würde das IOC zum Straftäter machen. Denn die Vereinten Nationen haben Gesundheit zu einem Menschenrecht erklärt», meinte Harting.

Video
Keine Olympischen Spiele in Tokio 2020
Aus sportflash vom 24.03.2020.
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Radio SRF 3, 24.3.20, 11:50 Uhr; mlo/agenturen

7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    R. Harting verschweigt, dass Individualsportler auf Spitzenniveau insbesondere in Ländern wie Deutschland immer vom Staat 'durchgefüttert' werden. Sie sind Angestellte der Bundeswehr oder der nationalen Zollbehörden oder dergleichen. Was diese Sportler oben drauf verdienen (Prämien für Spitzenklassierungen, Werbeeinnahmen) geht extra. Das Grundsalär verschwindet aufgrund der Corona-Seuche bei deutschen Spitzenathleten in keinster Weise.
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  • Kommentar von Marc Blaser  (PrCh)
    Ach die armen, ist der Virus tatsächlich schlecht für ihr Geschäft...
    Hey ihr lieben Sportler, es gibt unzählige Unternehmen die während oder nach dieser Kriese dicht machen müssen. X-Leute, die über Monate in Kurzarbeit arbeiten müssen und so zu wenig Geld haben. Aber ja stimmt, das mit Olympia ist eine Katastrophe...
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    1. Antwort von Karl Müller  (KaMü)
      Ich hab auf "Ablehnen" gedrückt, weil ich der Ansicht bin, dass das Wort "Katastrophe" im Zusammenhand mit Verschiebung eines (wichtigen) Sportevents in keiner Weise gerechtfertigt ist.
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    2. Antwort von Marc Blaser  (PrCh)
      Guten Tag Herr Müller
      Ja es darf natürlich jeder davon halten was er möchte. Aber ich hoffe Sie haben die Ironie in meinem letzten Satz bemerkt :)
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    3. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Gut geschrieben, Herr Blaser, und eigentlich klar zu verstehen, besonders der Sinn in Ihrem letzten Satz. Harting, der in einer Nischendisziplin sehr erfolgreich war, benahm sich schon zu seiner Aktivzeit publikumswirksam als "enfant terrible" und versucht sich nun wieder mit einer masslosen Übertreibung ("Katastrophe") ins Rampenlicht zu stellen.
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  • Kommentar von Beni Berner  (Beni)
    mensch, hast du probleme!
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